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  • Am kommenden Mittwoch, dem 27.03.2019, werden die Regenwaldaktivisten zum zweiten Mal ĂŒber ihre Ecuador-Exkursion vom Jahr 2017 zum Regenwaldprojekt „Selva viva“  berichten. Die Live-Reportage wird in der KĂŒmmelschĂ€nke ab 19 Uhr stattfinden.

    Alle Interessenten sind dazu recht herzlich eingeladen.

  • Am Donnerstag, den 22.03.2018, werden die Teilnehmer der Ecuador-Expedition 2017 von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichten.

    Dazu sind alle SchĂŒler, Eltern, Großeltern und Lehrer unserer Schule sowie alle Interessierten und Sponsoren unseres Schutzwaldes und der Reise recht herzlich eingeladen.

    Wir hoffen Ihnen in einem kurzweiligen und informativen Vortrag unsere EindrĂŒcke und Einsichten vermitteln zu können.

    Termin: 22.03.2018

    Beginn: 18.30 Uhr

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Ort: Aula des Marie-Curie-Gymnasiums

    Herr Ulbricht

  • Laut unseren Flugtickets von Lufthansa wurden fĂŒr jeden Passagier auf unseren FlĂŒgen 1,436 Tonnen CO2 freigesetzt1. Ist dieser Aufwand und dieser Beitrag zum Klimawandel fĂŒr unsere Reise vertretbar?

    Am Abend des 07.10.2017, des Samstags der ersten Herbstferienwoche, kamen wir wieder in Dresden auf dem Flughafen an. Die Eltern und Freunde bereiteten uns einen großartigen und sehr emotionalen Empfang.

    Nun ist es Zeit darĂŒber nachzudenken, ob die Reise sich gelohnt hat.

    Auf jeden Fall war es fĂŒr jeden Mitreisenden ein Ereignis, welches er so schnell nicht vergessen wird. Die vielen Begegnungen mit fremdartigen Tieren und Insekten, mit interessanten Pflanzen, mit der fremden Kultur und den vielen neu gewonnenen Freunden auf der anderen Seite des Atlantiks werden uns lange in Erinnerung bleiben.

    FĂŒr unser Regenwaldprojekt war es aber auch sehr wichtig. Wir haben einen unverfĂ€lschten Eindruck von unserem Schutzwald, der Arbeiter vor Ort, der Tierauffangstation „AmaZOOnico“ sowie der Urwaldschule „Sacha Yachana Huasi Christina“ erhalten. Und nicht nur das, wir haben auch eine öffentliche Schule von Tena kennengelernt und Einblick in deren Unterricht gehabt. Wir fĂŒhrten Experimente am Äquator durch und besuchten aktive Vulkane.

    Über all das werden wir an einem Abend in der Aula berichten und hoffentlich noch mehr SchĂŒler zur aktiveren Teilnahme am Regenwaldlauf motivieren können.

    Bleiben noch die 14,36 Tonnen CO2 die fĂŒr unsere FlĂŒge in die AtmosphĂ€re freigesetzt wurden.

    Bei unserem Aufenthalt im Regenwald starteten wir das erste Wiederaufforstungsprojekt von SELVA VIVA. Wie wir schon berichteten, pflanzten wir etwa 200 Tschuntscho-BÀume auf einer ehemaligen Kakao-Plantage um die Artenvielfalt zu erhöhen. Jeder dieser Setzlinge wird in den nÀchsten Jahren eine Höhe von etwa 40 m und einen Stamm von ca.1 Meter Durchmesser erreichen. Dabei wird er ein Trockengewicht von etwa 2 Tonnen besitzen. Dieses entspricht dann ca. einer Tonne gespeicherten Kohlenstoffs. Um diese Biomasse zu erzeugen, wird der Baum etwa 3,5 Tonnen CO2 aufnehmen2. Unsere 200 gepflanzten Tschuntschos werden in den nÀchsten 100 Jahren also etwa 700 Tonnen CO2 speichern.

    Ich denke, dafĂŒr haben sich die FlĂŒge gelohnt.

    Wir mĂŒssen nur alles dafĂŒr tun, dass sie dauerhaft geschĂŒtzt werden und in Ruhe wachsen können.

    Ingo Ulbricht (Leiter der Expedition)

    1 Quelle: http://www.icao.int/environmental-protection/CarbonOffset/Pages/default.aspx

    2 Quelle: http://www.wald.de/wie-viel-kohlendioxid-co2-speichert-der-wald-bzw-ein-baum/

  • Schritt fĂŒr Schritt ging es langsam bergauf. Wer sich schneller bewegte, wurde durch Herzrasen und Atemnot bestraft. Vor unseren FĂŒĂŸen erstreckte sich ein nur 30 cm breiter Pfad. Links von uns nur kahle schwarze FelswĂ€nde, welche in die Höhe ragten, rechts von uns ein tiefer Abgrund aus dunklem Schotter. Noch ahnte keiner von uns, dass dieser Abgrund unser RĂŒckweg werden sollte …

    7 Uhr: Wir standen auf. Jeder kroch aus seinem Schlafsack unter mindestens zwei Decken. Wir ĂŒbernachteten in verschiedenen reparaturbedĂŒrftigen HolzhĂŒtten am Fuße des Cotopaxi. Das Waschen fiel mangels Wassers aus. FrĂŒhstĂŒck gab es in der grĂ¶ĂŸeren SchutzhĂŒtte „Cotopaxi – Cara Sur“. WĂ€hrend wir aßen und uns die Ärsche abfroren, unterrichtete uns Herr Ulbricht ĂŒber die anstehende Wanderung am Cotopaxi.

    Gegen 8:30 standen wir mit gepackten TagesrucksĂ€cken zum Abmarsch bereit. Nach weniger als anderthalb Stunden verloren wir auch schon die ersten Mitglieder, da die nicht unerhebliche Höhe (4.200 m ĂŒ. NN) fĂŒr manche einfach zu viel war und sie somit zurĂŒck zu unserem Basislager gebracht werden mussten. Zu siebt ging es dann weiter zum eigentlichen Ziel unserer Wanderung, dem Morurcu, einem Nebengipfel des Cotopaxi. Allerdings war der Weg mit vielen Risiken verbunden, wie zum Beispiel vom schmalen („schmal“ maßlos untertrieben) Pfad abzurutschen und in dem rund 300 Meter tiefen Abgrund zu verschwinden.

    13 Uhr: Nach langem Überlegen und Beraten mit unseren BergfĂŒhrern, welchen Weg wir als nĂ€chstes einschlagen wollten, entschieden wir uns fĂŒr eine etwas kĂŒrzere Route als ursprĂŒnglich geplant. Jedoch wussten wir noch nicht, was uns auf diesem Weg erwarten wĂŒrde.

    . . . nach einem weiteren Anstieg auf 4.500 Meter rannte Luis, einer der beiden Guides, welche mit uns unterwegs waren, wie von der Tarantel gestochen den endlosen Steilhang aus vulkanischer Asche hinunter. Wir taten es ihm gleich und stĂŒrzten hinterher. Dabei soll gesagt sein, dass wir viel mehr rutschten als rannten. Wir surften quasi den Fuß des Vulkans hinunter. 300 Höhenmeter spĂ€ter waren wir am Grund einer Schlucht angekommen. Hier konnte man noch sehr gut die Schlammströme vulkanischer Asche der letzten AusbrĂŒche des Cotopaxi erkennen. Doch wo es runter geht, muss es leider auch wieder hoch gehen. So blieb es uns nicht erspart, nach einer lĂ€ngeren Wanderung im Tal weitere 200 Höhenmeter bis zu unserem Basislager anzusteigen. Doch kurz vor unserem Ziel fing es an in Strömen zu regnen. So zerrann unsere letzte Hoffnung ein freien Blick auf den Cotopaxi zu haben.

    Trotzdem waren wir glĂŒcklich als wir endlich gegen 15 Uhr vor dem warmen Kamin der HĂŒtte mit unseren neuen Freunden, den BergfĂŒhrern Eduardo und Luis, saßen.

    Jennifer, unsere Köchin, erwartete uns schon mit einer warmen Suppe.

    Am Abend spielten wir noch eine deutsch-spanische Runde Schummelmax. Die drei Ecuadorianer amĂŒsierten sich köstlich bei dem neu erlernten Spiel.

    Gegen 20 Uhr krochen wir dann schon wieder in unsere etwas klammen SchlafsĂ€cke. Beim Einschlafen dachte bestimmt jeder an unser Vorbereitungsboofen in der SĂ€chsischen Schweiz. Das fĂŒhlte sich so Ă€hnlich an, nur dass es damals bestimmt 20 Grad wĂ€rmer war.

  • Wir starteten den Tag mit einem schönen heißen Coca-Tee, da dieser gut gegen die Höhenkrankheit ist. So vorbereitet begaben wir uns auf den Weg zur Seilbahn „TelefĂ©riQo“, welche uns auf eine Höhe von 3945 Meter ĂŒ. NN brachte. Am ersten Mirador (Aussichtspunkt) erzĂ€hlte uns Vivien vom letzten Ausbruch des Vulkans Pichincha 2009. Es war ein wenig beĂ€ngstigend zu wissen, dass der Berg immer noch aktiv ist. Welche Gefahr von dem Hausberg Quitos fĂŒr die Stadt ausgeht, ist kaum vorstellbar.

    Von der Bergstation der Kabinenbahn gingen wir Schritt fĂŒr Schritt immer mehr in Richtung des Gipfels. Es ging nur sehr langsam voran, da wir stĂ€ndig Anhalten mussten um wieder zu Atem zu kommen. Unser Ziel waren die 4200 Meter Höhe (was noch lange nicht der Gipfel war). Leider mussten wir zwischendurch dann zwei unserer Gruppe zurĂŒcklassen, da sie ein Problem mit der Höhe hatten. Der Rest von uns kĂ€mpfte sich aber bis zu unserem Ziel weiter. Nach einer kurzen Pause begaben wir uns dann aber wieder in Richtung der Seilbahn. Als der grĂ¶ĂŸte Teil des Wegs nach unten geschafft war, machten wir noch eine Picknickpause. Beeindruckend war die Sicht ĂŒber das ganze Tal Quitos. Die Millionenstadt lag uns zu FĂŒĂŸen. Leider nahm die Bewölkung immer mehr zu, so dass die Vulkane nur am frĂŒhen Morgen zu sehen waren. Gegen 15 Uhr fuhren wir wieder mit der Seilbahn zurĂŒck. Doch die Wanderung war noch nicht alles.

    Wir bestellten drei Taxis und fuhren zum „Panecillo“, einem Berg mit einer Engelsstatue aus Stein. Von dort aus hatten wir einen grandiosen Blick ĂŒber Quitos Altstadt. Anschließend begaben wir uns auf einen Kunsthandwerkermarkt, wo wir in kleinen Gruppen ĂŒber den Platz gingen. SpĂ€ter Teilten wir uns in zwei Gruppen, eine Gruppe begab sich zurĂŒck zum Casa Helbling und die Anderen versuchten ihr GlĂŒck bei einem Kunst- und Kulturmuseum, welches aber geschlossen war. Den Abend ließen wir dann ruhig ausklingen. Ein Teil von uns schaute die Wilden-Kerle Teil 5 und ein anderer Teil ging lieber schlafen.

  • Der heutige Tag startete fĂŒr uns um 6:15 Uhr. Wir machten uns, ohne FrĂŒhstĂŒck, auf den Viehmarkt von Otavalo. Da Herr Ulbricht uns schon einiges ĂŒber den Umgang der Indigenen mit den Tieren erzĂ€hlt hatte, hatte sich jeder schon ein paar Gedanken gemacht und innerlich vorbereitet.

    Als wir auf dem Markt ankamen, wussten wir, das alles was wir uns vorgestellt hatten, nicht zutrifft.

    Nachdem wir uns umgeschaut hatten, waren wir alle geschockt und den Ersten schlecht. Vor allem war es schockierend wie mit den HĂŒhnern und Schweinen umgegangen wurde. Die HĂŒhner wurden lebendig an den Beinen zusammengebunden und kopfĂŒber aufgehĂ€ngt. Schweine wurden am Schwanz hochgehoben und an einem Band am Hals gezogen, um sie nach dem Verkauf vom Platz zu schaffen.

    Man hörte ĂŒberall die Rufe verschiedenster Tiere. Dazu regnete es noch. Der Platz schien bald im Schlamm zu versinken und die Abgase der Tiertransporter trugen ebenso dazu bei unser Unwohlsein zu verstĂ€rken.

    So verließen wir nach kurzer Zeit den Viehmarkt und beschlossen, uns ein Restaurant zum FrĂŒhstĂŒcken zu suchen.

    Nach dem FrĂŒhstĂŒck machten wir uns auf den Weg zum Kunsthandwerker-Marktplatz. Da es immer noch regnete und wir vollkommen durchnĂ€sst waren, durchkĂ€mmten wir kurzerhand den Fließpullovermarkt von Otavalo und wurden auch fĂŒndig. Wieder wĂ€rmer angezogen gingen wir Schoppen.

    Dieser Markt war atemberaubend. Wo man auch hinsah waren bunte Stoffe, Schmuck, Taschen, Ton-/Keramik-&Holztextilien.

    So war der Vormittag doch noch gerettet und wir starteten mit fast allen Mitbringseln die Reise nach Quito. Doch nun gab es doch wieder einen DĂ€mpfer. Eigentlich wollten wir mit unserem Bus noch zu einer Condor-Show. Doch der Busfahrer wirkte dies durch einen Hinweis auf einen sehr ĂŒberteuerten zusĂ€tzlichen Preis ab.

  • Laut Wikipedia:

    Pachamanca (from Quechua pacha „earth“, manka „pot“) is a traditional Peruvian dish based on the baking, with the aid of hot stones (the earthen oven is known as a hutia), of lamb, mutton, pork, chicken or guinea pig, marinated in spices. (Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Pachamanca)

    Aber wie lÀuft ein Pachamanka ab?

    Am spĂ€ten Nachmittag trafen wir uns an einem mystischen Ort gleich hinter unserem Hostal. Einige indianische Figuren schmĂŒckten den Platz und es loderte ein großes Feuer in dem viele vulkanische Steine lagen. Zuerst umschmĂŒckten wir ein Erdloch und markierten einen Weg mit RosenblĂ€ttern zum Lagerfeuer. Zu unserem Entsetzen wurde dann unser Abendessen, mit den glĂŒhenden Steinen, in einem Erdloch beerdigt und mit einem Kreuz, BlĂ€ttern und Figuren verabschiedet. Daraufhin verschwand Veit, Henriettes Vater, mit etlichen leicht bekleideten HollĂ€nderinnen und Indigenen in einer Schwitzkammer und zelebrierten dort mit spirituellen GesĂ€ngen ein Temascal. Nach zwei Stunden war dieses beendet und das Erdloch mit unserem Essen wurde wieder geöffnet. Und tatsĂ€chlich waren die Speisen im Erdloch gegart. So folgte ein Festmahl, welches das Essen der benachbarten GaststĂ€tte bei weitem ĂŒbertraf.

  • Staubige Straßen, halbfertige und schon wieder baufĂ€llige HĂŒtten, wo bringt uns Zulay, unsere indigene FĂŒhrerin, nur hin.

    Nach dem FrĂŒhstĂŒck sind wir alle mit einem Kleinbus losgefahren um mehrere Dörfer um Otavalo zu besuchen. Als erstes haben wir in einer sehr einfachen, aber bewohnten HĂŒtte zuschauen können wie eine Indigene, sehr feste und robuste Matten aus Schilfrohr herstellte. Solche Matten scheinen heute immer noch große Bedeutung zu haben wie vor hunderten von Jahren, denn wir haben spĂ€ter immer wieder solche Matten in Gebrauch gesehen. Als Teppich, Abdeckung, Windfang … Dann haben wir eine Familie in ihrem Garten besucht die uns zwei einfachen, traditionellen Webtechniken zeigten mit denen sie farbenfrohe und mit filigranen Mustern verzierte schmale BĂ€nder webten und wir sahen lustiger Weise einen Hahn mit Hausschuhen. Anschließend zeigten sie uns stolz ihre Meerschweinchen, wovon uns eines gleich durch die Lappen gegangen ist. Im nĂ€chsten Dorf kamen wir zu einem Musiker und Instrumentenbauer der uns als erstes zeigte wie er traditionelle Panflöten hergestellt. Danach zeigte und spielte er uns etwas vor auf den regional unterschiedlichsten Panflöten, Rohrflöten, Blasröhren (Ă€hnlich eines Didgeridoos), Ukulele und anderen Instrumenten. Und nachdem auch wir etliche Instrumente ausprobieren durften, grĂŒndeten wir spontan unsere eigene „Band“. Bei unserer Letzten Station zeigte uns ein alter 84 jĂ€hriger Herr wie man aus Schafswolle, durch einem langwierigen Prozess, erst einmal einen Faden bekommt um spĂ€ter aus diesem Faden einen Poncho herstellen zu können. Bevor wir zu unserem Hostel an den Bahndamm zurĂŒck kehrten, kamen wir noch an mehreren HĂ€usern vorbei aus denen ein ohrenbetĂ€ubender LĂ€rm kam. Als wir in die Fenster hinein schauten sahen wir in kleinen Zimmern mechanische WebstĂŒhle. Auch wenn diese zwar keine großen Fabriken waren, zeigte uns dies aber dass die traditionelle Handarbeit also auch hier immer mehr in den Hintergrund zu treten scheint, die Arbeitsbedingungen dadurch aber nicht besser werden, da die Indigenen mit Atemschutzmaske und Ohrenschutz arbeiten mussten.

  • 
 gewesen sein – das geht nicht.

    So fuhren wir natĂŒrlich erst einmal zum großen Äquatormonument „Mitad del Mundo“. Dieses grĂ¶ĂŸte Äquatordenkmal in Ecuador wurde auf der Linie aufgebaut, die 1736 von einer französischen Expedition unter Leitung von Charles Marie de La Condamine als Äquator bestimmt wurde. Leider hat man sich damals um 240 m vermessen, so dass man dann noch in das alternative Museum „Intiñan“ gehen muss. Hier kann man auf beiden Halbkugeln der Erde und dem Äquator verschiedene Experimente durchfĂŒhren, wie z. B. den Abfluss eines Waschbeckens beobachten. Über die Experiment werden wir in unserem Vortrag berichten.

  • Wir schnĂŒrten unsere Schuhe zu, zogen unsere Jacken an und wollten endlich los in die unendlichen Weiten Quitos. Doch Herr Ulbricht bremste unseren Elan durch wahrscheinlich etwas ĂŒbertrieben Sicherheitshinweise. So verzögerte sich der Abmarsch um bestimmt eine halbe Stunde. Wir liefen zur Bushaltestelle, da wir mit dem Bus in die Innenstadt Quitos fahren wollten. Dies erwies sich aber wesentlich schwerer als gedacht. Die Busse fahren an eine Rampe, öffnen die TĂŒren, dann steigen die Leute aus und dann 
 Schließen die Fahrer vor unseren Nasen die TĂŒren und die Busse fuhren weg. Beim dritten Versuch hatten wir es dann begriffen. Es muss sich halt einer in die TĂŒre stellen bevor alle ausgestiegen sind und die TĂŒr blockieren bis alle drin sind. NatĂŒrlich stiegen wir auch an der falschen Haltestelle aus und so stapften wir ĂŒber die stark befahrenen Straßen Quitos bis zu unserem ersten Zielpunkt: Monasterio de San Francisco. Sehr beeindruckt vom vielen Gold des Ă€ltesten Klosters Ecuadors, mit welchem die Kathedrale ausgekleidet war, ging es zur nĂ€chsten Kirche. Tausende Kirchen spĂ€ter (Es waren aber eigentlich nur die Beiden.) standen wir auf Quitos Platz der UnabhĂ€ngigkeit, dem Plaza Grande. Dort beobachteten wir, wie die Polizisten auf ihren motorisierten Sackkarren durch die Gegend rollten, StraßenhĂ€ndler ihre Waren verkauften, den offensichtlich Reicheren aber auch Ärmeren die Schuhe geputzt wurden und die Wachen des PrĂ€sidenten regungs- und emotionslos vor seinem Palast standen. Durch ein kostenloses Ticket versuchten wir ein Privatmeeting mit dem PrĂ€sidenten Ecuadors zu erhalten. Am Ende bekamen wir ihn aber nicht zu Gesicht und sahen nur die GemĂ€cher in denen er residiert. Dann ging es weiter durch verschiedene Hausinnenhöfe bis zu unserer letzten Station der Sightseeingtour: die Basilica del Voto Nacional. Zum GlĂŒck war es aber schon recht spĂ€t, so dass uns der dritte Kirchenbesuch erspart blieb.

    Nach etwas Suchen fanden wir endlich eine Bushaltestelle und erreichten kurz vor Einbruch der Dunkelheit die Herberge.