Regenwaldprojekt

„Wir sind das Regenwaldprojekt des Marie-Curie-Gymnasiums!“

Auf dieser Seite findet man eine Beschreibung des Regenwaldprojektes und seiner Chronologie.

1. Projektgründung (2001)

Angefangen hat alles mit einem Geographie-Unterrichtsprojekt im Herbst 2001. Unsere Klasse 5c hat damals Plakate zum Thema Regenwald und seiner Vernichtung gestaltet. Belohnt wurden unsere Mühen mit einer Ausstellung im Lichthof unserer Schule – der erste Schritt war getan. Danach meinten einige Schüler, dass man etwas für den Regenwaldschutz tun müsse. Prompt wurde eine Initiativgruppe „Regenwald“ am Marie-Curie-Gymnasium in Dresden  gegründet.

Das erklärte Ziel des Projekts war und ist es, den durch radikale Abholzung gefährdeten Regenwald unter Schutz zu stellen. Somit wollen  wir auch sicherstellen, dass bedrohte Tier- und Pflanzenarten umfassenden Schutz erhalten und der Regenwald seine wichtigen Aufgaben beim Klimaschutz und Artenschutz erfüllen kann. 

In Ecuador plante man damals -übrigens mit einer Finanzierung durch die deutsche West LB- die Erweiterung der Erdölförderung und einen Pipelinebau mitten im Regenwald. Umweltaktivisten versuchten, die Regenwaldzerstörung durch den Kauf der betreffenden Regenwaldgebiete zu verhindern. Dabei wollten wir helfen!
Unser Plan: Geld sammeln, Regenwald kaufen!
Von nun an war das Regenwaldprojekt nicht mehr nur eine Initiative unserer Klasse, sondern des ganzen Gymnasiums.
Schließlich sind wir eine UNESCO-Projektschule, wo Umweltschutz ohnehin eine Rolle spielt.

2. Die ersten Aktionen des Regenwaldprojekts (2001-2002)

Unsere Ausstellung im Kultusministerium 2002

Der erste Schritt zur Umsetzung unserer Ideen waren Dia-Vorträge (Eintrittsgelder), Basare mir Produkten aus Regenwaldfrüchten sowie die Teilnahme an Wettbewerben und Ausstellungen (Preisgelder, Spendenboxen). So kamen 745,56 € zusammen.

Dieses Geld wurde verwendet, um 3 Hektar Regenwaldgebiet in Ecuador durch Kauf unter Schutz zu stellen. Im Sommer 2002 reiste der Geo-Lehrer Herr Ulbricht nach Ecuador, traf sich mit einigen ecuadorianischen Umweltaktivisten (darunter auch Remigio Canelos) und besuchte unser unter Schutz gestelltes Gebiet im Bergregenwald von Mindo.

3. Das Regenwaldprojekt wächst und erhält eine neue Dimension (2003-2005)
Zum 1. Regenwaldtag des Marie-Curie-Gymnasiums besuchte Remigio Canelos, aktiver Umweltschützer aus Ecuador, unsere Schule. Er lieferte hautnahe Berichte und Bilder aus „unserem Regenwaldgebiet“. Mit dem Sieg bei der Messe „Lokale Agenda 21 – Schüler gestalten die Zukunft“ im Sächsischen Landtag war ein Projektbonus von 300 € verbunden. Auch wenn wir uns sehr darüber freuten – im Kauf von Regenwaldschutzgebiet brachten diese Summen uns leider wenig voran. Das sollte sich ändern – mit einer schulweiten Spendenaktion.

1. Sponsorenlauf im Großen Garten

Im Großen Garten in Dresden veranstalteten wir im Jahr 2003 den 1. Sponsorenlaufes des Marie-Curie-Gymnasiums. Alle Schüler hatten sich vorher bei Bekannten oder Firmen Sponsorenverträge besorgt, die bei jeder absolvierten Runde ein wenig Geld einbrachten, welches schließlich in die Regenwaldkasse floss. Der grandiose Erfolg zeigte sich in der gigantischen Summe von 8488,26 €, die wir in diesem Jahr erwirtschafteten. Endlich konnten wir uns in Ecuador ein richtig großes Schutzgebiet von 50 ha Regenwald bei der schweizerischen Regenwaldgenossenschaft „Selva Viva“ aus dem „Sponsorenlauftopf“ leisten. Inzwischen war Frau Bellmann zur Leiterin des Regenwaldprojekts an der Schule geworden.

Mit verschiedenen Aktionen (Kuchenbasare, Herstellung und Verkauf von Regenwald-Kunstdrucken, Vorstellung des Projekts bei Elternabenden, Durchführung von Regenwald-Projekttagen an Grundschulen usw.) wurden viele Schüler unseres Gymnasiums in das Projekt einbezogen, nicht nur unsere Initiativgruppe. Nach unserem 1. Lauf war die „Amazonaswald-Kanada-Initiative“ aus Dresden, die sich für verschiedene forstwirtschaftliche Naturschutzprojekte in Nord- und Südamerika engagiert, auf uns aufmerksam geworden. Wir fanden die Idee gut, auch zusammen mit einem Verein aus Dresden zu arbeiten. Bei unserem 2. Sponsorenlauf für das Regenwaldprojekt im April 2005 erliefen wir 9413,11 €, die nun je zur Hälfte der „Amazonaswald-Kanada-Initiative“ und der Genossenschaft „Selva Viva“ gespendet wurden. Als aktive Läufer beteiligten sich 648 Schüler, die zusammen 2614 km liefen.

2. Sponsorenlauf im Großen Garten

Mit den erlaufenen Spendengeldern wurden in Ecuador 58 Hektar neue Regenwaldflächen durch „Selva Viva“ angeschafft und unter Schutz gestellt und die Tierauffangstation „AmaZOOnico“ unterstützt. Den Bau der Erdölpipeline konnten wir nicht ganz verhindern, aber durch die aufgekauften Gebiete wurde der Erdölkonzern zu einer geänderten und ökologisch verträglicheren Streckenführung gezwungen. In Guayana nutzte der Amazonaswald-Kanada-Verein unsere Spendengelder mit für den Aufbau einer Solaranlage für eine Schule für Indiokinder. Mit den Schülern dieser Schule, den Makushi-Indianern, nahmen wir dann auch Briefkontakt auf. Beim 2. Regenwaldtag gab es im Mai 2005 eine Veranstaltung, wo auch die Eltern und Sponsoren Informationen über die Verwendung der Spendengelder erhielten.

4. Ständig neue Ideen beleben das Projekt (2005)

Kunstdruck zu Regenwaldthemen

Anfang Oktober 2005 nahm die Regenwaldgruppe den Preis des 2. Platzes bei einem Wettbewerb der Tropenwaldstiftung „oro verde“ in Empfang. Es handelte sich um einen Besuch im Leipziger Zoo. Wir erhielten da eine Spezialführung zu den Tieren des Regenwaldes mit vielen Blicken hinter die Kulissen der Gehege. Bei diesem Zoo-Besuch lernten wir auch Mitarbeiter der „Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt“ kennen, die uns von der Erstellung eines Quiz-Buches zu Naturschutzthemen erzählten.

Schon gab es für unser Regenwaldteam neue Arbeit! In den folgenden Wochen erstellten wir möglichst spannende Texte zu Regenwaldthemen und tüftelten einige Quizfragen dazu aus. Dabei konnten wir zum Glück auch Materialien nutzen, die wir in der Projektwoche des vorigen Schuljahres zusammengestellt hatten. Da begannen wir nämlich schon mit der Gestaltung eines Regenwaldkochbuches.

Beim Nachdenken über mögliche Quizfragen fiel uns auf, dass wir – obwohl wir uns nun schon lange damit beschäftigten – viele Dinge über tropische Gewächse einfach nicht wussten. Das ging sicher vielen Leuten so. So wurde die Idee geboren, ein Regenwaldkochbuch zu schreiben, das neben Rezepten auch Informationen zu den Früchten, Gemüsearten oder Gewürzen des  Regenwaldes enthalten sollte (Verkauf für 8 €, Bestellung telefonisch im Schulsekretariat oder per E-Mail an die Schule möglich). Durch das Kochbuch, durch unsere Arbeit an Grundschulen und der KiTa „Bienenkorb“ sowie durch die Vorstellung unseres Projektes beim nationalen Treffen der UNESCO-Projektschulkoordinatoren in Bonn wurde unser Projekt weit über die Schule hinaus bekannt.

5. Wir können unser Spendenaufkommen fast verdoppeln, das Regenwaldprojekt hat sich an unserer Schule etabliert (2006)

Im April 2006 fand dann der 3. Regenwald-Sponsorenlauf des Marie-Curie-Gymnasiums statt. 702 Schüler unserer Schule liefen insgesamt 3462 Kilometer, um den Regenwald in Ecuador und Guayana zu schützen. Der Sportsgeist der Schüler und die Spendierfreude der Sponsoren haben in diesem Jahr die stolze Summe von 16300 € erbracht. Erstmals konnten wir auch eine Grundschule und eine „Kita“ motivieren, sich an unserem Lauf zu beteiligen, wodurch weitere 800 € Sponsorengelder erlaufen wurden.

Mit den „erlaufenen“ Spendengeldern wurden in Ecuador wieder 75 Hektar neue Regenwaldflächen durch „Selva Viva“ angeschafft und unter Schutz gestellt. Außerdem konnten durch unser Geld ein ganzes Jahr lang zwei Betreuer für die Tierauffangstation „AmaZOOnico“ bezahlt werden, die sich um die Wiederauswilderung von Klammeraffen kümmerten.

Der Amazonaswald-Kanada-Verein nutzte unsere Spendengelder mit für den Aufbau eines Lehrausbildungszentrums für die Makushi-Indianer in Guayana.

6. Erfolg, aber auch ein herber Rückschlag für unser Projekt – oder doch eine Chance? (2006-2008)

3. Sponsorenlauf im Großen Garten

Ab dem Schuljahr 2006/07 gibt es am Marie-Curie-Gymnasium im naturwissenschaftlichen Profilunterricht der 9. Klassen ein halbes Jahr lang das Thema Regenwald. Dafür haben die Geografie- und Biologielehrer der Schule extra einen eigenen Lehrplan erstellt. Die Schüler, die sich für den Schutz der Regenwälder engagieren, können hier nun wissenschaftlich fundiert etwas über die Zusammenhänge im Ökosystem Regenwald lernen.

Im September und Oktober 2006 gestalteten wir 4 große Ausstellungstafeln zum Regenwaldprojekt für die „Agenda 21-Schülermesse“.

Danach folgten einige kleine Aktionen. Die Schüler der 5. Klassen bemalten einen großen Bauzaun des Dresdner Serumwerkes mit Regenwaldmotiven, wir beteiligten uns an einigen Wettbewerben, stellten das Projekt bei Schulveranstaltungen vor und inzwischen lief auch der Kochbuchverkauf recht gut an. Die „Stadtentwässerung Dresden“ finanzierte uns glücklicherweise die Materialien für das Kochbuch.

Im März 2007 waren Gäste von Selva Viva an unserer Schule. Remigio Canelos (Indio aus der Gemeinschaft der Ahuano aus Ecuador) und seine Frau (Fr. Raimann von der Schweizer Genossenschaft Selva Viva) besuchten mit ihren Kindern unsere Schule. Sie wurden von unseren Schülern durch Dresden geführt und besprachen mit unserem Regenwaldteam ausführlich die Regenwald-Schutz-Arbeit. Dann hielten sie in der voll besetzten Aula vor Schülern, Eltern, Lehrern und Sponsoren einen Vortrag über das Leben im Regenwald, die Probleme der Waldvernichtung, die genaue Verwendung unserer Spendengelder, über sensible Affen und gigantische Regenwürmer.

Der Vortrag war eigentlich eine gute Motivation für unseren 4. Regenwaldlauf im April. Hier erlebten wir aber auch einen herben Rückschlag für unser Projekt, als uns im Vorfeld des Laufes die Amazonaswald-Kanada-Initiative einfach so erklärte, dass sie von nun an die Organisation des „Dresdner Regenwaldlaufes“ übernehmen werde. Dieser Verein wollte den Lauf jetzt viel umfangreicher gestalten und stellte uns vor vollendete Tatsachen! So wurde unsere Schule vom Organisator des Sponsorenlaufes zum einfachen Teilnehmer degradiert.
Da flossen Tränen! Wir waren doch so stolz auf das, was wir aufgebaut hatten!

Nachdem die erste Enttäuschung überwunden war, sahen wir dann aber sogar eine Chance für eine positive Entwicklung. Schließlich ging es ja um den Schutz des Regenwaldes und dafür wäre es ja toll, wenn ganz viele Leute an einem Lauf teilnehmen. So machten wir dem Amazonas-Kanada-Verein als Kompromiss den Vorschlag, dass das Curie-Gymnasium einen Auftaktlauf im Großen Garten durchführt und damit in Bewahrung seiner Tradition ein Teil des großen Laufes wird. So geschah es dann auch.

Das Ergebnis unserer Schule konnte sich wieder sehen lassen: 3198 km wurden gelaufen, 1052 verschiedene Sponsoren wurden gesucht und 20424,78 € wurden erlaufen. Auch die an unserem Lauf beteiligten Grundschüler haben 5444,50 € erlaufen. Das bedeutete wieder Regenwaldschutzarbeit in Ecuador und auch in Guyana wurde mit dem Geld ein Regenwaldschutzgebiet geschaffen, 82 Hektar durch unsere Schule.

Das Schuljahr 2007/08 begann mit dem Vorstellen des Projektes in unseren neuen 5. Klassen und der Beteiligung an der Aktion „plant-for-the-planet“, einer Baumpflanzaktion. Wir pflanzten im Schulgelände den Baum des Jahres, eine Waldkiefer, und erarbeiteten mit unserem Kochbuchverkauf außerdem 150 € für das Aufforsten abgeholzter Regenwaldflächen
im Rahmen dieser Aktion.

Baumpflanzaktion

Parallel dazu arbeiteten wir an einer Bewerbung bei der UNESCO um den Titel „Dekade-Projekt-Schule“.

Im April nahmen wir dann am „2. Dresdner Sponsorenlauf“ im Sportstadion teil, für uns nun eigentlich schon der 5. Sponsorenlauf. Danach gab es wieder Differenzen mit der Amazonaswald-Kanada-Initiative und wir entschieden uns, die Zusammenarbeit mit diesem Verein zu beenden.

Dennoch war der 5. Sponsorenlauf wieder ein großer Erfolg an unserer Schule. Die Schüler erliefen die Rekordsumme von 25503 €. Davon wurden 80 Hektar Regenwaldfläche unter Schutz gestellt, die Tierauffangstation wurde unterstützt und der Lohn für 2 Waldhüter in Ecuador bezahlt. Die Waldflächen von Selva Viva werden von Waldhütern aus der Indiogemeinschaft bewacht und beschützt. Diese haben ein großes Interesse am Erhalt ihres Lebensraumes und leisten daher sehr zuverlässige Arbeit. Selva Viva zahlt ihnen Lohn und eine Krankenversicherung. Unsere Spenden werden auch für diese „Folgekosten“ eingesetzt.

Beim 4. Regenwaldtag der Schule wurden unsere Erfolge präsentiert. Dabei ging es nicht nur um die inzwischen 81025,01 € Spendengelder, es ging auch um das erworbene Wissen der Schüler.

7. Neuorientierung (2009)

Goldkopflanguren

Im Jahr 2009 stand beim Regenwaldprojekt eine Neuorientierung an. Wir wollten wieder „unseren“ Lauf veranstalten und wir wollten uns einen neuen Partner für die Zusammenarbeit suchen. Mit dem Lauf wurde es schwierig. Da der Große Garten inzwischen sein Nutzungskonzept verändert hatte, bekamen wir eine Absage für unseren Lauf. Wir fanden dann aber Unterstützung beim Ordnungs- und Grünflächenamt und bekamen so endlich kurz vor Schuljahresende die Genehmigung für einen Lauf im Blüherpark. Das Gelände ist toll und der sehr kurzfristig organisierte 6. Sponsorenlauf brachte immerhin auch wieder 18194,61 € ein. Das Geld geht zur Hälfte an unseren langjährigen Partner in Ecuador. Wir haben aber auch eine neue Partnerschaft zur Zoologischen Gesellschaft für Arten- uns Populationsschutz München aufgebaut. Dort gibt es, betreut vom Zoo Münster, ein Affenschutzprojekt in Vietnam. Mit der 2. Hälfte unseres Geldes werden dort nun CatBa-Goldkopflanguren umgesiedelt, von denen es weltweit nur noch 57 Tiere gibt. Diese leben in verstreuten Gruppen und einige Gruppen haben nur noch Weibchen. Daher ist eine Umsiedlung nötig, um Fortpflanzung zu ermöglichen.

Parallel zur Neuorientierung lief Bewährtes weiter, z.B. der Kochbuchverkauf. Wir sind nun auch ein offiziell anerkanntes UNESCO-Dekadeprojekt und bei einem Wettbewerb der DM-Drogeriekette gewannen wir 1000 €. Ehrensache: das Geld ging komplett in den Regenwaldschutz. So sind nun durch uns nochmal 3805,39 € an Spenden für den Regenwaldschutz erarbeitet worden. 662 Hektar Regenwald konnten bisher durch unsere Arbeit unter Schutz gestellt werden.

8. Regenwaldprojekt – Der Generationswechsel ist erfolgt (2009-2011)

Im Jahr 2009 haben die Gründungsmitglieder unseres Regenwaldprojekts die Schule als Abiturienten verlassen. Sie waren über 8 Jahre hinweg an unserer Schule als Regenwaldschützer aktiv. Sie haben sich für den Naturschutz engagiert und gezeigt, dass es sich lohnt. Auch eine kleine Schülerinitiative kann die Welt etwas besser machen!

Es ist ihnen auch gelungen, in der Schule „den Staffelstab“ zu übergeben. Der Nachwuchs der Initiativgruppe Regenwald aus der 8. bzw. 6. Klasse und hat sich schon an vielen Aktionen beteiligt (Kochbuchherstellung und Verkauf, Regenwaldveranstaltungen an Grundschulen, Wettbewerbe, Protestaktionen, Kuchenbasare ….). Als erste Großaktion organisierten die „neuen“ Regenwaldschützer dann den 7. Sponsorenlauf im April 2010, an dem sich auch die 75. GS, die 82. GS, die E.-Kästner Grundschule und die KiTa Bienenkorb beteiligten. 823 Schüler liefen, obwohl es teilweise heftig regnete, insgesamt 1879 km. Der sportlichste Schüler lief 13,3 km. Als eifrigster Sposorensucher konnte ein Fünftklässler 19 verschiedene Sponsoren für sich gewinnen. So wurde zum Schuljahresende der Paukenschlag erreicht: durch die 7 Regenwaldläufe wurde die 100.000 €-Marke weit überschritten: Zusammen mit den anderen Aktivitäten wurden bisher 117.114,36 € von den Schülern des MCG für den Regenwaldschutz erarbeitet.

Malbuch

Unsere „neue Regenwaldschützer-Generation“ entwickelte aber auch schon eigene Initiativen. Im Rahmen des Wettbewerbs „Sachsen Klimahelden 2010“ gestalteten zwei 6. Klassen ein Kindermalbuch. Sie schrieben zu Hause Geschichten, die sie im Deutschunterricht besprachen. Darin geht es z.B. um Benni, den Ameisenbären. Seine Abenteuer im Regenwald wurden mit Bildern als Malbuch für Kinder gestaltet. Die Klasse 6a hat gemeinsam an einem Buch gearbeitet, die Klasse 6d hat in Gruppenarbeit verschiedene Malhefte erstellt. Unterstützung gab es von den Kunst-Lehrern.

Am 15.September 2010 fand der 5. Regenwaldtag des Curie-Gymnasiums statt. Am Vormittag besuchte uns eine Grundschulklasse. Wir sprachen mit ihr über Tiere und Pflanzen des Regenwaldes, seine Bedrohung und über unser Schutzprojekt. Dann stellten wir die Malbücher vor und die Grundschüler testeten sie gleich aus. Abends fand in der Aula eine Präsentation vor Eltern, Sponsoren, Lehrern und Schülern statt. Aufgeregt erläutern die 6.-Klässler das Projekt der Schule und die Entstehung der Malbücher. Von Herrn Adler, dem Direktor der Allwetterzoos Münster, gab es einen Vortrag über die Verwendung unserer Spenden beim Schutz der CatBa-Goldkopf-Languren in Vietnam. Das war ein toller Vortrag über ein ganz dringendes Schutzprojekt für eine der am stärksten bedrohten Affenarten auf der Erde. An dem Abend wurden auch schon die ersten Kopien der Malbücher verkauft- wieder Geld für unseren Regenwaldschutz!

Im Winter besuchten Schüler des Regenwaldteams und Preisträger des Regenwaldlaufs die Wildtierstation in Sachsenhagen am Steinhuder Meer. Hauptprojekt ist hier die Wiederansiedlung des europäischen Nerzes, den es nur noch sehr selten auf der Welt gibt. Dabei arbeiten sie mit der ZGAP zusammen und es gibt viele Parallelen zur Wiederansiedlung der Goldkopflanguren in Vietnam. Auch bei den Nerzen liegen die Gründe für ihr Aussterben z.B. im Verlust von geeigneten Lebensräumen. Das Nerzprojekt hatte die teilnehmenden Schüler übrigens so beeindruckt, dass sie mit Kuchenbasaren (da waren einige nötig!) auch noch 500 € für dieses Projekt an die ZGAP überwiesen haben.

Im weiteren Verlauf des Schuljahres nahmen wir anlässlich des Jahres der biologischen Vielfalt am Wettbewerb „Vielfalt entdecken“ teil. Wir freuten uns über den Gewinn des Teilnehmerpreises.

Im April 2011 fand der 8. Sponsorenlauf nach bewährtem Muster statt. Stolze 19189,12 € konnten diesmal als Sponsorengelder an die ZGAP und an Selva Viva gespendet werden. Leider erreichte uns von Selva Viva dann auch eine traurige Nachricht. Frau Reimann-Canelos kam in Ecuador bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Sicher werden sich noch viele Schüler, Eltern und Lehrer an ihren Vortag bei uns über die Regenwaldschutzarbeit in Ecuador erinnern. Sie hat mit ihrem Lebenswerk einen großen Beitrag zum Schutz der Regenwälder geleistet. Wir werden mit unserer Arbeit hier auch weiter dazu beitragen, ihr Lebenswerk fortzusetzen.

Dabei kann auch helfen, dass wir weitere Schulen in unser Projekt einbinden. In diesem Jahr hat das Goethe-Gymnasium Sebnitz, mit dem wir im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen zusammenarbeiten, einen Sponsorenlauf nach unserem Vorbild absolviert. 4646 € wurden 2011 durch die Läufe an dieser Schule und die Teilnahme der Kita Bienenkorb an unserem Lauf noch erwirtschaftet (und unseren beiden Partnern gespendet). Übrigens hatte schon vor einigen Jahren eine Schule aus Italien (die Fachoberschule für Soziales in Meran, die auch den Namen Marie-Curie trägt) bei uns angefragt, ob sie nach unserem Vorbild einen Lauf durchführen könnten. Da hatten wir natürlich nichts dagegen und haben Informationen hingeschickt. Jetzt hat diese Schule auch schon 100.000 € für den Regenwaldschutz erarbeitet. Toll, oder? Die tollen Leistungen unserer Schüler beim 8. Lauf wurden z. B. mit einer Exkursion ins Amazonien-Panometer in Leipzig ausgezeichnet. Dort kann man sich eine interessante Vorstellung vom Regenwald holen: Tiere, Pflanzen, Regen, Feuchte, Wärme, Tag, Dämmerung, Nacht …. werden erlebbar.

9. Das Regenwaldprojekt zieht mit um! (2012)

Unsere Schule wird wegen Umbau und Sanierung für zweieinhalb Jahre nach Dresden-Gorbitz ausgelagert. Das heißt nun auch fürs Regenwaldprojekt Ausstellungstafeln abschrauben und verpacken, Regenwaldkochbücher und Materialien einpacken und neu auspacken. Den nächsten Lauf mussten wir so vorbereiten, dass er auch von Gorbitz aus funktionierte. Für die 5. und 6. Klassen konnten wir T-Shirts für den Lauf gestalten. Welche Farbe, welcher Aufdruck, ein Tierbild für den Aufdruck gestalten …. dies lief alles parallel zum Umzug.

Im April erbrachte der Lauf 18324,56 €. Über diese Summe freuen wir uns besonders, weil wir wegen des Weges von Gorbitz aus zur Vermeidung von Unterrichtsausfall nur die 5. bis 8. Klassen ins Rennen schickten. Aus den 9.und 10. Klassen nahmen nur noch einzelne Schüler nach ihrem Unterricht teil, die 11. und 12. Klassen nicht. Die 82. GS und die KiTa Bienenkorb waren erneut dabei, neu auch eine Klasse des Herdergymnasiums in Pirna. Unsere Gäste erliefen auch 3330.05 €. Toll! Dabei freut uns besonders, dass wir auch sehr junge Schüler für die Regenwaldschutzarbeit gewinnen können, da so auch die Nachhaltigkeit des Projektes gewährleistet ist.

Gute Nachrichten gab es von unseren Projektpartnern. In Vietnam wurden fünf Jungtiere der CatBa-Languren geboren und die Umsiedlung einer Weibchengruppe war erfolgreich. Unsere Spenden wurden bisher neben der stets erfolgenden Nutzung für den Aufkauf von Regenwaldland sehr unterschiedlich genutzt. Hier z. B. für die Finanzierung der GPS-Halsbänder, mit denen die Umsiedlung der Languren überwacht wurde. Sie liefern wertvolle Informationen über ihre Aufenthaltsorte und fallen von selbst vom Hals der Tiere ab, wenn die Batterien den Dienst versagen. In Ecuador konnten die Schutzwälder vergrößert werden.

Beim „Westhangfest“ in Gorbitz betreute unser Team einen Stand und stellte unser Projekt den Gorbitzern vor. Dort verkauften wir auch tropische Mixgetränke aus Säften, Früchten und Kräutern (was wir übrigens beim Schulfest schon seit einigen Jahren machen).

Dies ist nun aus den wenigen Wandzeitungen geworden, mit denen unser Projekt begann. Ständig sind wir auf der Suche nach neuen Ideen, denn der Regenwald braucht dringend unseren Schutz. Vielleicht habt ihr / haben Sie ja eine Anregung für uns?

10. Die Gorbitzer Zeit (2012-2014)

Die Gorbitzer Zeit wurde durch verschiedene Ereignisse geprägt.

Herr Ulbricht, der einst an der Gründung des Projektes beteiligte Lehrer, kehrte aus seinem mehrjährigen Auslandseinsatz in Spanien zu uns zurück und stieg gleich wieder ins Regenwaldprojekt ein.

Schülerentwurf

So gestaltete Herr Ulbricht im Frühjahr des Jahres 2013 zusammen mit den Schülern der damaligen Klasse 8c eine Ausstellung zum Problem der Regenwaldzerstörung durch den Aufbau von Palmölplantagen. Die Ausstellung fand großes Interesse und wurde in den Geographieunterricht vieler Klassen einbezogen.

Im Herbst 2013 fuhr Herr Ulbricht zur Generalversammlung der Genossenschaft zum Schutz des Regenwaldes nach Zürich, um sich über die Verwendung der Spendengelder für das „Selva viva“-Projekt in Ecuador zu informieren.

Während unserer Gorbitzer Zeit waren wir auch Gastgeberschule des sächsischen UNESCO-Camps, wo sich Schüler der sächsischen UNESCO-Schulen jährlich zu gemeinsamer Arbeit treffen und sich über ihre Projekte austauschen. Da bezogen wir natürlich unser Regenwaldprojekt ein! Wir luden wieder Herrn Adler, den Zoodirektor aus Münster ein, der uns und unseren Camp-Gästen die Entwicklung des Cat-Ba-Langurenprojektes erläuterte. Inzwischen gibt es über 60 Tiere (einst mehrere Tausende!), was als erster kleiner Erfolg gilt. Mit Unterstützung der einheimischen Bevölkerung gelang es, die Wilderei stark einzudämmen. In das Projekt einbezogene vietnamesische Familien verlagerten ihre Hausboote an zu überwachende Stellen und machten sich den Schutz der verbliebenen Affen zur Aufgabe. Natürlich stellten unsere Schüler auch den Camp-Gästen unser langjähriges Projekt vor. Gemeinsam mit den Camp-Gästen rannten wir beim 10. Regenwaldlauf wieder viele Runden (Ergebnis: 19 133,45 €).

 

Laufshirt

Im Vorfeld hatten wir wieder ein T-Shirt bzw. ein Tierbild dafür entworfen und so begründeten wir in Gorbitz eine neue Tradition: jedes Jahr ein Öko-T-Shirt mit Regenwaldmotiv für die neu am Lauf teilnehmenden 5. Klassen. Für die 5. Klassen wird es finanziert über Geld vom UNESCO-Schulnetzwerk, für größere Schüler besteht eine Nachkaufmöglichkeit mit Eigenfinanzierung. Natürlich soll so ein Shirt am besten mehrere Jahre getragen werden.

Für die engagiertesten Sponsorenläufer gab es von der ZGAP als Dank einen Zoo-Besuch in Leipzig im Gondwanaland geschenkt: Regenwaldfeeling und viele Informationen zur Artenschutzarbeit des Zoos. Ein Schüler der 11.Klasse machte die Artenschutzarbeit des Leipziger Zoos dann auch gleich zum Thema seiner Facharbeit.

Im folgenden Schuljahr nahmen 6 Schüler der neuen 5. Klassen und der 6. Klassen an einer Schülerakademie von „Plant-for-the-Planet“ teil. Sie wurden zu Klimabotschaftern ausgebildet und informierten am Tag der offenen Tür über die Bedeutung und Bedrohung des Regenwaldes.

Auszeichnung in Berlin

Im selben Jahr nahmen wir am Energiesparmeister-Wettbewerb teil, weil unser Projekt ja auch etwas mit der CO2-Problematik zu tun hat. Wir freuten uns, Sieger des Bundeslandes Sachsen zu werden und können das Preisgeld in Höhe von 2000 €  gut für unser Projekt gebrauchen. Beim bundesweiten Online-Voting kam unser Projekt auf den 3. Platz. Zur Auszeichnungsfeier in Berlin konnten vier Schüler fahren.

Schon wurde es Zeit für den 11. Sponsorenlauf unserer Schule, bei dem wieder 22713,17 € erlaufen wurden, natürlich wieder in selbstentworfenen T-Shirts.  Wir sind sehr stolz darauf, nun schon über so viele Jahre hinweg immer wieder motivierte Schüler ins Rennen zu schicken. Auch unsere zwei Grundschulpartner waren wieder dabei und erliefen weitere 3139,85 €.

Selva viva hatte uns im vorigen Jahr gefragt, ob wir einverstanden wären, wenn sie unser Geld aufsparen, um zusammen mit dem diesjährigen Geld ein teures Stück Land erwerben zu können, was an einer für den Schutzgedanken wichtigen Stelle liegt. So ruhte das Geld des 10. Laufes zunächst auf dem Konto. Die ZGAP wollte mit ihrem Teil des Geldes wieder die Umsiedlung einer Affengruppe in das Schutzgebiet mitfinanzieren. Der Umsiedlungsversuch im Frühjahr 2014 scheiterte, weil die Languren die Höhle, die zum Einfangen gut vorbereitet war, nicht aufsuchten (durch das für diese Jahreszeit ungewöhnlich warme und trockene Wetter). Wir drücken die Daumen, dass sich bald wieder eine neue Möglichkeit bietet. Die Zeit drängt, weil die Weibchen schon relativ alt sind. Schließlich soll es ja möglichst noch mit der Fortpflanzung klappen. Von der Projektleitung des Zoo’s Münster werden wir immer aktuell über die Ereignisse informiert. Das ist uns sehr wichtig.

11. Zurück in der Zirkusstraße (2014 – 2016)

Gleich zum Eröffnungsfest unseres „neuen alten“ Schulgebäudes präsentierten wir unser Projekt in einem neuen Schaukasten. Alles lief nahtlos weiter.

Für die besten  Regenwaldläufer  2014  gab es von der ZGAP eine Einladung in den Görlitzer Tierpark. Der Naturschutztierpark  besitzt eine Vielzahl von bedrohten Wild-, Nutz- und Haustierarten. Bei der Gestaltung der Gehege kann man gut sehen, dass artgerechte Haltung und Naturschutz hier ernst genommen werden. Die meisten Gehege sind so gestaltet, dass man hautnah an den Tieren ist und dass man sie füttern und dabei streicheln kann.  Das  tolle Konzept des Tierparks sieht die Einbeziehung der Besucher in die Fütterung der Tiere vor. Wir konnten denn Stachelschweinen vorbereitete Stücke von Roten Beten, Äpfeln, Möhren usw. füttern. Wir konnten auf einer für die Besucher installierten Reibe Möhren raspeln, die dann die Küken bekamen. Auf der Führung durch den Tierpark haben wir nicht nur die niedlichen Roten Pandas gesehen, sondern uns wurde auch klar gemacht, dass einige Tiere als Futter für andere Tiere benötigt werden.

Nach dem Rundgang konnten wir uns im Tibetdorf, im Lausitzer Tal oder dem Bauernhof in Ruhe umsehen oder uns auf den Spielplätzen vergnügen. Zum Abschied erhielt jeder noch ein paar Stacheln eines Stachelschweins, was wir zuvor gefüttert hatten. Schon für diesen schönen Tag hat es sich gelohnt, beim Regenwaldlauf engagiert mitzulaufen, hauptsächlich natürlich für den Regenwaldschutz.

In Görlitz waren erstmals auch einige Grundschüler als Dank für ihr Engagement beim Zoobesuch dabei. Wir konnten uns besser kennenlernen und so schlossen sich gleich 2 von uns gestaltete Bastelnachmittage an den Grundschulen an. Da entstanden Papierpapageien und Origamifrösche, die die kleinen Schüler stolz nach Hause trugen.

Im Rahmen des Profilunterrichtes entwickelten Schülergruppen Plakate, die sich mit verschiedenen Produkten beschäftigten, in denen Regenwaldzutaten verwendet werden. Auf ironische Weise wurden die Folgen des Konsums dieser Produkte dargestellt. Beim Tag der offenen Tür an unserer Schule nutzten wir die Plakate, um mit Besuchern ins Gespräch über die Rolle der Konsumenten bei der Regenwaldzerstörung zu kommen.

12. Sponsorenlauf

Der 12. Sponsorenlauf für unser Projekt im Mai 2015 erbrachte 19204,34 €, dazu 3321,65 € von unseren Gästen.

Die von der ZGAP gesponserte Dankeschön-Exkursion für die 25 engagiertesten Läufer führte in den Bergzoo nach Halle. Hier fanden wir es besonders toll, dass wir z.T. in die Gehege durften und auch wieder füttern durften ( z.B. die Loris).

Im Oktober war unsere Schule Gastgeber der Regionaltagung der sächsischen  UNESCO-Projektschulen und wir gestalteten einen Informationsabend zum Regenwaldprojekt für die Gäste aus diesen Schulen, aber auch für unsere Schüler, Eltern und Sponsoren. Aus der Schweiz luden wir Frau von Steiger ein, die Präsidentin der Genossenschaft Selva Viva. Sie berichtete über die Erfolge beim Regenwaldschutz in Ecuador, wo der Waldschutz inzwischen richtig gut funktioniert.

Im Vorfeld der Veranstaltung konnten die Besucher exotische Früchte des Regenwaldes probieren. Die jüngeren Regenwaldaktivisten boten die Köstlichkeiten an und informierten über Herkunft und den Anbau.

Im Anschluss fand eine Versteigerung von künstlerischen Schülerarbeiten statt. Wir probierten 3 verschiedene Auktionsformen aus und konnten damit Zeichnungen, Drucke oder Skulpturen für 259,50 € versteigern. Das Geld erhielt danach Selva Viva für seine Arbeit.

Im neuen Schulgebäude existiert nun in der Bibliothek auch eine große Weltkarte aus Holz, wo wir aktuelle Themen inhaltlich und räumlich darstellen können. So informierte eine 7. Klasse über aktuelle Umweltproprobleme und eine Profilgruppe gestaltete die Weltkarte mit aktuellen Regenwaldthemen: Wo wird gerade stark abgeholzt? Durch wen? Wieso? Wo gibt es aktuellen Schutzbedarf? Wo gibt es welche Erfolge beim Regenwaldschutz? ….

Unser UNESCO-Projekttag stand im April 2016 unter dem Motto „Schau hin – misch dich ein!“. Die Schüler haben sich bei Themen wie Tierschutz, Wasser, Fair Play, Toleranz, Rassismus oder Verantwortung  mit verschiedenen globalen Herausforderungen beschäftigt.

Gemeinsam mit den Schülern anderer Sächsischer UNESCO-Projektschulen informierten wir in der Centrum-Galerie die Dresdner Bevölkerung über unser Engagement für die Umwelt. So klärten wir viele Passanten über die Abholzung der Regenwälder für Palmölplantagen, die Ausbeutung von Kindern bei der Kakaoproduktion und das Ausmaß der globalen Zerstörung des Regenwaldes auf.

Die Regenwaldzerstörung wurde  ebenfalls im Zusammenhang mit dem Klimawandel auch als Fluchtursache thematisiert und der 13. Regenwaldlauf war ein Bestandteil des Projekttages. Er erbrachte 24949,72 € vom MCG und dazu 2326,70 € von unseren Gästen, was im 15. Jahr des Bestehens des Projektes den bisherigen Rekord bedeutete.  Unsere Schule kann sicher zu Recht stolz darauf sein, ein solches Projekt schon so viele Jahre mit Leben zu erfüllen.

Die Dankeschön-Fahrt für die engagiertesten Regenwaldläufer führte in den Zoo nach Hoyerswerda: „Wir durften letzte Woche an der Fahrt zum Zoo Hoyerswerda teilnehmen, weil wir beim Regenwaldlauf vom letzten Jahr uns richtig ins Zeug gelegt hatten. Im Zoo haben wir einen Rundgang mit Führung zum Artenschutz erhalten, außerdem haben wir viel über artgerechte Haltung und Zucht von bedrohten Tieren gelernt. Toll war, dass wir auch Tiere anfassen durften. Auch Schlangen! Die fühlten sich komisch an.“

Mit dem Zoodirektor haben wir eine schöne und interessante Führung unternommen: „Ich war zum 3. Mal mit im Zoo als Danke für das, was ich beim Lauf erlaufen habe. Interessant ist, dass es jedes Mal etwas anders ist. Dieses Jahr habe ich vor allem verstanden, dass Zoos sich ganz schön verändern. Die in Hoyerswerda gestalten viele Gehege um, damit die Tiere etwas besser dort leben können. Lieber halten sie weniger Tierarten. Der Direktor hat über die Pläne erzählt, die man dort zum Verbessern hat. Das ist gut und man sollte sich beeilen. Letztes Jahr in Halle war toll, dass wir in viele Gehege rein durften und ganz konkrete Tiere vorgestellt bekamen. Und vor zwei Jahren fand ich es in Görlitz klasse, wie wir selber füttern durften. Dort machen das teilweise die Besucher.“

12. Schon wieder eine neue Generation – mit ihr peilen wir die „Viertelmillion“-Marke bei den Spenden an! (2017)

Zweite  Staffelstabübergabe! Gleich am Anfang des Schuljahres trafen sich die Schüler der 12. Klasse (2. Generation von Regenwaldschützern an der Schule) bei exotischem Obstsalat aus Bioprodukten mit Schülern der neuen 5. Klassen und überzeugten sie problemlos davon, die Zukunft des Projektes an der Schule zu bilden (3. Generation von Regenwaldschützern an der Schule, es gibt aber auch eine „Zwischengeneration“ aus Schülern der jetzigen 7. und 8. Klassen).

vorher

nachher

Die 7. und 5. Klassen arbeiteten auch gleich gemeinsam an der Lösung eines Problems, das durch den Umbau unserer Schule entstanden war. Dabei wurde ein mehrstöckiger Verbindungsgang mit großen Glasfenstern geschaffen. Schüler und Lehrer mussten dann häufig feststellen, dass verschiedene Vögel durch die Kollision mit den Scheiben grausam verendeten.  Abdrücke der Tiere blieben wochenlang sichtbar. Anfragen bezüglich einer professionellen Lösung beim Hochbauamt und beim Gebäudeverwalter blieben erfolglos. Deshalb haben wir in Eigeninitiative Maßnahmen zum Vogelschutz ergriffen. An einem Projekttag wurde gemeinsam mit einer Fachfrau vom NABU geklärt,  wie die Vögel ihre Umwelt wahrnehmen. Dann wurden weiße Adhäsionsfolien an den Scheiben angebracht (die oft verwendeten schwarzen Folien schützen nicht).  Und weil wir eine UNESCO-Schule mit Regenwaldschutzprojekt sind, haben wir für die Folien Regenwaldmotive entworfen, gemalt und ausgeschnitten. So wird  nun eine große Front von Schmetterlingen, Fröschen, Schlangen, Vögeln  und Affen „bewohnt“, die zwischen Regenwaldpflanzen zu finden sind. Wir  haben also eine Regenwaldoptik für die Schule geschaffen, die von außen und innen sichtbar ist und gleichzeitig ein  aktuelles Tierschutzproblem vor Ort behoben. Die Stadtentwässerung Dresden GmbH übernahm die Finanzierung dieses Projektes. Beim Tag der offenen Tür präsentierten die Schüler aus Klasse 5 und 12 gemeinsam und stolz ihr Projekt.

Aktuell basteln die Schüle der 5. Klasse  Darstellungen von Regenwaldlandschaften  in Schuhkartons. Mit verschiedenen Techniken werden tropische Landschaften dargestellt. Daraus soll eine kleine Ausstellung für die Schule werden. Da wird gemalt, geklebt, da werden Origamiaffen gefaltet, da werden Lianen aus Wolle gefilzt und überall kommen Informationen dazu.

Außerdem läuft natürlich die Vorbereitung des Regenwaldlaufes am 9.  Mai 2017 schon auf Hochtouren. Wir peilen ja als Ziel das Überschreiten der „Viertelmillion-Spendenmarke“ an. Mal sehen, ob das gelingen wird.

Insgesamt haben wir als Schule schon 244.158,50 € Spenden für den Regenwaldschutz gesammelt.

So ist beim Regenwaldschutzprojekt des Marie-Curie-Gymnasiums Dresden ständig was los.

Dies ist nun aus den wenigen Wandzeitungen geworden, mit denen unser Projekt vor 3 Schülergenerationen begann. Ständig sind wir auf der Suche nach neuen Ideen,  denn der Regenwald braucht dringend unseren Schutz. Vielleicht habt  ihr / haben Sie ja eine Anregung für uns?

AUTOREN:

Sebastian Locke, Richard Schilling (Teammitglieder von 2001-2009, Gründungsmitglieder)
Benjamin Zettl, Jeremy Proske (Teammitglieder von 2002 – 2010),
Clara Götze, Nada Abu Assad, Richard Schiemann (Teammitglieder 2009-2017)
Maxi Bichtemann, Emma Lingner (seit 2016 im Team)

Beiträge

  • Beim Sponsorenlauf vom UNESCO-Projekttag im April 2016 wurden von den Schülern des MCG 24.344,47 € erlaufen. Zusätzlich erliefen die zwei beteiligten Grundschulen noch eine große Summe. Insgesamt kamen so stolze 26.671,17 € zusammen, die wieder unseren beiden langjährigen Partnern ZGAP und Selva Viva gespendet werden. Von den Geldern werden Regenwaldflächen aufgekauft und unter Schutz gestellt, die Tierauffangstation AmaZoonico wird unterstützt, Rangergehälter werden gezahlt und die Umsiedlung von Goldkopflanguren wird finanziert.

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