Polen

Mit Toleranz nach Europa
Sch├╝leraustauschprojekt mit dem Gimnazjum nr 1 in J├│zef├│w (Polen)

Unser Projekt beinhaltet kreativ-kooperatives Zusammenarbeiten zwischen Lehrern und Sch├╝lern des Marie-Curie-Gymnasiums Dresden und des Gimnazjum nr 1 in J├│zef├│w. Prozessorientiertes, erfahrbares, ganzheitliches Lernen bildet den Rahmen des Projektes. Unser Projekt, welches interkulturelles Lernen und Handeln, Toleranzerziehung und Demokratieverst├Ąndnis zum Inhalt hat, ist in das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen integriert.

Das Sch├╝leraustauschprojekt wird gef├Ârdert von der S├Ąchsischen Bildungsagentur und vom
Deutsch-Polnischen Jugendwerk.
DPJW-Logo

Wie alles begann

Im Januar 2005 erreichte uns aus J├│zef├│w in der N├Ąhe von Warschau das Angebot f├╝r einen Sch├╝leraustausch. Da wir als UNESCO-Projektschule die Zusammenarbeit mit Schulen in anderen L├Ąndern pflegen wollen und der Name von Marie Curie mit Polen und insbesondere Warschau eng verbunden ist, waren wir an einer solchen Partnerschaft nat├╝rlich interessiert. Gemeinsame Aktivit├Ąten mit Polen gab es schon im Rahmen des ┬äSpurensuche┬ô-Projektes, welches aber mittlerweile ausgelaufen ist. So ergab sich nun eine neue M├Âglichkeit, Kontakte mit unserem ├Âstlichen Nachbarland zu kn├╝pfen. Die polnische Seite schlug auch schon das Thema ┬äMit Toleranz nach Europa┬ô vor. So lag es nahe, dass mit Frau Fink einer Ethik-Lehrerin die Leitung des Projektes anvertraut wurde.

Die ersten Schritte

026_013Frau Fink scharte zun├Ąchst eine Reihe interessierter Kollegen um sich: Frau Balten, Frau Knittel, Frau Krieger, Frau Peschel, Frau Pforr, Herrn Popien und Herrn Lodel. In dieser ersten Phase ging es darum, Ideen f├╝r die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung des Projektes zu sammeln, diese mit den polnischen Kollegen zu koordinieren (vornehmlich per E-Mail) und nat├╝rlich Sch├╝ler unseres Gymnasiums f├╝r eine Mitarbeit zu begeistern. Sch├╝ler der damals 7. bis 9. Klassen wurden zu ihren Ideen und Vorschl├Ągen befragt. Als Formen der Auseinandersetzung mit dem Thema Toleranz wurden unter anderem vorgeschlagen: eine Umfrage, ein k├╝nstlerischer Wettbewerb, eine Debatte. Unter dem Motto: ┬äWir stellen uns vor: Dies ist unsere Schule, unsere Stadt┬ô wird von beiden Schulen eine Pr├Ąsentation vorbereitet.

 

Es wird konkret

Wichtig f├╝r den Aufbau einer Partnerschaft sind individuelle Kontakte. Damit sich die richtigen Partner finden, fertigten die Dresdner Projektteilnehmer ┬äSteckbriefe┬ô von sich an, aus denen sich die polnischen Sch├╝ler die passenden Partner heraussuchten. Nach anf├Ąnglichen Schwierigkeiten hat sich mittlerweile ein reger Email-Verkehr zwischen Dresden und J├│zef├│w entwickelt. Parallel dazu wurde von den Lehrern beider Schulen weiter am Programm ┬ägefeilt┬ô und erste Terminabsprachen getroffen.

Erster Besuch…

Anfang November 2005 war es dann soweit: zwei Lehrerinnen aus J├│zef├│w kamen nach Dresden. Frau Gromadzka und Frau Kierska stellten den am Projekt beteiligten Sch├╝lern und Lehrern des Marie-Curie-Gymnasiums sich selbst, ihre Schule und die Stadt J├│zef├│w vor. Nat├╝rlich gab es auch viele Fragen zu beantworten. Im weiteren Verlauf ihres Aufenthalts lernten sie unser Gymnasium und ┬ľgef├╝hrt durch unsere Sch├╝ler ┬ľ Dresden kennen. Dar├╝ber hinaus wurde auch weiter an der Konzeption des Projektes gearbeitet.

… und Gegenbesuch

F├╝nf Wochen sp├Ąter begaben sich Frau Fink, Frau Peschel und Herr Lodel auf die Reise nach Warschau, um unsere Partnerschule und ihr Umfeld n├Ąher kennen zu lernen. Die polnischen Lehrerinnen bereiteten ihren Dresdner Kollegen einen herzlichen Empfang. Auf dem Plan standen neben einer F├╝hrung durch das Schulgeb├Ąude (von polnischen Sch├╝lern in deutscher Sprache) und dem Besuch von Unterrichtsstunden die Besichtigung von J├│zef├│w und dem Nachbarort Otwock (sprich: Otwotsk), ein Ausflug ins nahe Warschau sowie die Ausarbeitung des Programms f├╝r den Besuch der Dresdner Sch├╝ler in J├│zef├│w im Fr├╝hjahr 2006. Mit letzterem verbunden war auch das zeitraubende (aber notwendige) Ausf├╝llen diverser F├Ârdermittel-Antr├Ąge.

Reisevorbereitungen

Im Mai 2006 erfolgte schlie├člich der erste Besuch von Sch├╝lern des Marie-Curie-Gymnasiums in J├│zef├│w. Es reisten 15 Sch├╝ler der Klassenstufen 8 und 10 gemeinsam mit Frau Balten und Frau Krieger nach Polen. In Vorbereitung der Fahrt arbeiteten die Sch├╝ler an verschiedenen Projekten, deren Ergebnisse sie dann in J├│zef├│w pr├Ąsentierten . Themen dieser Projekte sind: Traditionen in Europa, Pr├Ąsentation der Schule und der Stadt (Video, PPP), Toleranz der Dresdner (Umfrage) sowie Europas Geschichte und Zukunft. Am 11. April wurden im Rahmen eines Projekttages die bisherigen Ergebnisse gesichtet, ├╝berarbeitet und zur Pr├Ąsentation vorbereitet.

So sieht sich die polnische Schule selbst

Das Gymnasium Nr. 1 in J├│zef├│w
J├│zef├│w ist eine Kleinstadt in Masowien. Hier wohnen etwa 15.000 Einwohner. J├│zef├│w ist nur 21 Kilometer vom Zentrum der polnischen Hauptstadt Warschau entfernt. Die Umgebung ist reich an Kieferw├Ąldern. Die Stadt, kann man sagen, ist mitten im Wald gelegen, und der Fluss ┼Üwider bildet hier einzigartige Landschaften.

Das Gymnasium
Seit September 2001 arbeitet das Gymnasium in J├│zef├│w in einem neuen modernen Geb├Ąude. In der Schule lernen im Schuljahr 2005/2006 722 Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren und unterrichten 64 Lehrer. Zur Verf├╝gung stehen allen die Facharbeitsr├Ąume, die sehr gut ausger├╝stet sind. Nach den Unterrichtsstunden arbeiten in unserem Gymnasium viele Arbeitsgemeinschaften, z.B.: Sport-AG, Theater-AG, Junge-EU-Leute-AG, Kunst-AG, GLOBE-AG u.a. – so entwickeln unsere Sch├╝ler ihre Interessen. Im Rahmen des internationalen Programms besch├Ąftigt sich die GLOBE-AG mit der Untersuchung von Hydrologie und der Pflanzendecke unserer Umgebung. Jede Woche untersuchen die Sch├╝ler Sauberkeit des Wassers im Fluss ┼Üwider.

Zusammenarbeit mit dem Ausland
Im Gymnasium haben die Sch├╝ler die M├Âglichkeit viele Fremdsprachen, wie Englisch, Deutsch, Franz├Âsisch, Russisch und Spanisch zu lernen. Seit 16 Jahren f├╝hren wir die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium in Solleftea in Schweden. Der Sch├╝leraustausch dient der Kn├╝pfung neuer Bekanntschaften, Freundschaften und auch beiderseitigem Erkennen der Kultur, Tradition und Geschichte unserer L├Ąnder. Dabei entstanden auch Ideen f├╝r die Zusammenarbeit mit anderen L├Ąndern: der Ukraine (das Gymnasium in Odessa) und Italien (das Gymnasium in Bitetto). F├╝r die Lehrer unserer Schule ist auch der Austausch mit den franz├Âsischen Lehrern sehr wichtig. Seit 2 Jahren besuchen wir uns gegenseitig und n├Ąhern uns vor allem Kultur und Fremdsprachen. Vor einigen Jahren hat uns auch eine Gruppe von Polen aus Argentinien besucht.

Das Leben der Schule
Im Gymnasium ist immer viel los. Die gro├če Schulaula dient nicht nur den Sch├╝lern, sondern auch den Einwohnern von J├│zef├│w. Verschiedene Veranstaltungen finden hier statt: Vortragswettbewerbe, Kunstausstellungen, Treffen mit B├╝cherautoren, Jubil├Ąen f├╝r Ehepaare, Schulungen f├╝r Lehrer, Vorstellungen des Schultheaters. Eine sehr interessante Veranstaltung ist das Schulfest, das meistens im Juni stattfindet und jedes Jahr immer mehr Einwohner aus J├│zef├│w anzieht. Die Sport- und Schwimmhalle dient am Vormittag den Sch├╝lern und am Nachmittag den Einwohnern. Hier kann sich die Jugend sportlich entwickeln und ihre Freizeit verbringen.

Wir laden herzlich zu uns ein!

Einige subjektive Impressionen

Das polnische Gymnasium unterscheidet sich vom deutschen dadurch, dass hier nur drei Jahrg├Ąnge (nach unserer Z├Ąhlung Klasse 7 bis 9) lernen. Die anschlie├čende zum Abitur f├╝hrende Einrichtung ist das Lyzeum. Das Schulgeb├Ąude weist au├čen und innen eine sehr moderne, ansprechende und zweckm├Ą├čige Architektur auf. Von manchem k├Ânnen wir bei uns nur tr├Ąumen, als Beispiel seien nur die Sportanlagen und ┬ľder Kn├╝ller ┬ľdie eigene Schwimmhalle genannt. Auch die Bibliothek und die Aula fanden wir sehr imposant. Weiterhin fiel uns auf, dass es sehr viel technisches Personal gibt, vom Pf├Ârtner(!) bis hin zu den Reinigungskr├Ąften, welche nach jeder Pause durch die G├Ąnge wuseln entsprechend sauber und ordentlich sieht es auch aus! Dazu tr├Ągt sicher auch bei, dass die Stra├čenschuhe im Schlie├čfach (welches jeder Sch├╝ler hat) bleiben. Der Schulbetrieb ├Ąhnelt ansonsten dem unseren ┬ľ und polnische Sch├╝ler unterscheiden sich in ihrem Verhalten auch kaum von den deutschen. F├╝r das Lehrerkollegium ┬ľ welches ├╝berwiegend aus Lehrerinnen besteht┬ľ gibt es nur ein (gemessen an der Zahl der Kollegen eher kleines) Lehrerzimmer ┬ľ immerhin mit Getr├Ąnkeautomat. Vorbereitungszimmer existieren auch, diese sind aber nur zur Aufbewahrung von Lehrmitteln geeignet.

Bisherige Besuche

Besuch #1 (08.05. bis 12.05.2006)

Dieses Schuljahr ist es einigen Lehrern unserer Schule gelungen, eine Partnerschaft zum Gimnazjum Nr 1 in J├│zef├│w aufzubauen. Die Kleinstadt liegt in der N├Ąhe der polnischen Hauptstadt Warschau. Nachdem sich bereits Lehrer einen ersten Eindruck von beiden St├Ądten (J├│zef├│w und Dresden) geschafft hatten, konnten endlich auch deutsche Sch├╝ler der achten und zehnten Klassen nach Polen fahren. Dies taten wir in der Woche vom 08.05. bis zum 12.05.2006. Im September diesen Jahres werden wir dann auch unsere Austauschsch├╝ler hier in Dresden begr├╝├čen.

Besuch #2 (25.09. bis 30.09.2006)

In der letzten Septemberwoche 2006 standen 13 polnische M├Ądchen und ihre begleitenden Lehrerinnen im Mittelpunkt des Lebens von Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern der 9. bis 11. Klasse des Marie-Curie-Gymnasiums Dresden. Diese waren im Mai zu Gast am Gimnazjum nr 1 in J├│zef├│w gewesen. Beide Gruppen arbeiten gemeinsam am Projekt „Mit Toleranz nach Europa“. Das Kennen- und Verstehenlernen von Kultur, Lebensweise und Tradition des Partners ist eines der Anliegen des Projektes. So erlebten die jungen Leute hautnah den Familienalltag in ihren Gastfamilien und schl├╝pften f├╝r ein paar Unterrichtsstunden in das Lernumfeld ihrer deutschen Partner. Nat├╝rlich wollte jeder zeigen was in ihm steckt – sei es bei einer Wissensralley im Dresdner Zoo oder bei sportlichen Spielen. Aber eines wurde schnell klar: Gemeinsam geht’s am besten und macht auch den gr├Â├čten Spa├č. Dieser Erfahrung verliehen die Sch├╝ler Ausdruck, z. B. in ihrem gemeinsamen Kunstprojekt und einer Wanderung ├╝ber Stock und Stein im Elbsandsteingebirge. Aber auch der Stadtrundgang in Dresden erforderte gute Kondition: Die Stadtf├╝hrer aus der Klasse 10b hatten sich gut pr├Ąpariert und wussten, was Jugedliche interessiert. Der Stolz auf unsere Heimatstadt wurde f├╝r die polnischen G├Ąste nach einer Besichtigung von Semperoper und Frauenkirche sicher nachvollziehbar. Und so lernten die Sch├╝ler Wichtiges: Toleranz ist doch kein Fremdwort. Unsere polnischen Partner haben nach ihrer R├╝ckkehr eine sehenswerte Pr├Ąsentation ihrer Erlebnisse in Dresden gestaltet.

Besuch #4 (September 2007)
Besuch #5 (05.05. bis 09.05.2008)

Bereits zum dritten Mal reiste eine Gruppe von Sch├╝lern des MCG in Begleitung von Frau Fink und Frau Knittel nach Polen. Diesmal waren ausschlie├člich Achtkl├Ąssler dabei – so soll es Tradition werden. Ihre Erlebnisse und Eindr├╝cke schildern sie in Tagebuchform.

Montag, 05. Mai

Wir trafen uns fr├╝h am Morgen am Dresdner Hauptbahnhof und nahmen 9.03 Uhr den Zug in Richtung Berlin. Als wir dort ankamen hatten wir eine Stunde Aufenthaltszeit bis zum Eintreffen des Zuges von Berlin nach Warschau. Die Meisten a├čen etwas bei McDonalds. Wir a├čen auf dem Bahnsteig und genossen die wenigen Berliner Sehensw├╝rdigkeiten, die wir vom Gleis aus sahen. Zum Beispiel den Berliner Fernsehturm, das Sony-Center oder den Bundestag.

Als wir dann endlich im Zug Richtung Polen sa├čen, waren wir sehr aufgebracht und gl├╝cklich, doch je l├Ąnger wir uns in diesem Zug befanden, desto depressiver bzw. langweiliger wurde die Situation. Als wir nach mehreren Stunden in Warschau ankamen waren zumindest bei mir die meisten Vorurteile ├╝ber Polen verloren. Bei der Fahrt sahen wir zuvor Orte, die noch echt unterentwickelt erschienen, dennoch war Warschau alles andere als dies.

Die Austauschsch├╝ler empfingen uns hastig und meiner schleppte mich mit meinem Gep├Ąck tragend zu seinem Auto. Auf der Fahrt durch Warschau nach J├│zef├│w sahen wir die gigantischen Geb├Ąude, wie die gro├če Warschauer Br├╝cke, welche ├╝ber die Weichsel f├╝hrt, oder das gro├če Regierungsgeb├Ąude von Warschau. Als wir in J├│zef├│w ankamen wurde ich von meiner Gastfamilie herzlich empfangen und bekam gleich einmal Nachmittagsessen, danach gingen wir ohne etwas essen zu wollen Eisessen. F├╝nf Kugeln wurden mir freiwillig angeboten, doch ich nahm dankend zwei. Mit dem Eis in der Hand gingen wir zur├╝ck nach Hause, wo wir in einer halben Stunde unser drittes Essen (Abendessen) zu uns nahmen. Mein Austauschsch├╝ler hatte viele gemeinsame Interessen mit mir und so ging ich mit meiner ersten Begegnung mit Polen zu Bett.

Len

Dienstag, 06. Mai

8:00 Uhr am Morgen. Der Wecker klingelte, Zeit um aufzustehen. Nach einem ordentlichen Fr├╝hst├╝ck, ging es dann um 8:20 Uhr auf den Weg zur Schule. Der Vater meines Gastsch├╝lers brachte uns.

Dort angekommen, sah ich die deutschen und auch polnischen Austauschsch├╝ler wieder. Und schon begann das eifrige Austauschen der Erlebnisse am ersten Tag. Jeder hatte etwas lustiges erlebt, zum Beispiel, dass das Bett zu klein war oder dass man bis 2 Uhr nachts noch Computer gespielt hatte.

Dann wurden wir erst einmal zu einem 2. Fr├╝hst├╝ck in eine Art Aula eingeladen. Es gab wahnsinnig viel zu essen, und die Direktorin hatte uns und die schwedischen Sch├╝ler begr├╝├čt bzw. verabschiedet. Nach einem zweiten ausf├╝hrlichen Essen wurde uns die Schule gezeigt. Die Schule war begeisternd. Der Sportplatz auf dem Schulgel├Ąnde war ziemlich gepflegt, und die Sporthalle war 3-4 mal so gro├č wie unsere Sporthalle in Dresden. Als n├Ąchstes gingen wir in die Schwimmhalle der Schule (sie ist aber am Nachmittag und Wochenende auch ├Âffentlich). Mein Gesamteindruck der Schule ist, dass sie ziemlich gepflegt und gesch├Ątzt wird. Nach dem Rundgang in der Schule, machten wir uns auf den Weg zum B├╝rgermeister. Er begr├╝├čte uns und die Schweden in J├│zef├│w. Wir bekamen ein Andenken der Stadt und der Schule, dann machten wir uns wieder auf den Weg zur Schule. In der Schule angekommen gab es dann wieder etwas zu essen, doch leider war es Kascha (man k├Ânnte es so beschreiben: es sah aus wie Erdklumpen und schmeckt wie Erde)

Sp├Ąter dann fuhren wir zu einem Park, dem Park in der N├Ąhe beim Wilan├│wpalast. Der Park war eine Riesen-Anlage, die jedoch fast leer war. Von dort aus machten wir uns auf den Weg zum Botanischen Garten in Powsin. Wir durften uns wieder frei bewegen und den Garten selbst erkunden. Der Garten war echt beeindruckend. Er hatte sogar zwei H├╝gel wo man die gesamte Anlage ├╝berblicken konnte.

Mit den Bus fuhren wir dann allesamt wieder zur Schule zur├╝ck, wo uns dann unsere Eltern in den Gastfamilien abholten.

Da wir uns in kurzer Zeit noch bei der Schule verabredet hatten, um Fu├čball zu spielen, hatten wir nur einen kurzen Aufenthalt zuhause. Dann liefen mein Austauschsch├╝ler und ich zu einer Bushaltestelle, um den n├Ąchsten Bus zur Schule zu nehmen. Der Bus, wie ich nach kurzer Zeit feststellte, war ein Dresdner Bus, der Fahrgesellschaft DVB. Als wir nun an der Schule ankamen, um Fu├čball zu spielen, sagte die eine Sportlehrerin zu uns, dass wir leider nicht spielen k├Ânnten, wegen der Aufsicht. Kurze Zeit sp├Ąter trafen auch noch der Rest der Jungen von uns ein. Lens Austauschsch├╝ler machte uns ein Angebot, und lud uns alle zum Golfen ein. Das Golfen hatte echt Spa├č gemacht, und Leo, Len, Felix und ich fragten unsere Sch├╝ler noch, ob wir alle baden gehen wollen. So entschlossen wir uns noch baden zu gehen. In der Schwimmhalle der Schule angekommen, trafen wir noch Julia, Friedi, Maria und Jule. Wir hatten alle zusammen noch viel Spa├č, doch um 21:10 Uhr mussten fast alle das Schwimmbad verlassen, und nach Hause fahren. Zuhause gab es dann noch etwas zu Essen, und wir lie├čen den Tag noch ruhig ausklingen.

Tim Assmann

Heute haben wir uns 8.30 Uhr am Gymnasium getroffen. Dort wurden wir von der Direktorin begr├╝├čt und haben anschlie├čend die riesige Schule besichtigt. Alles war sehr hell und es gab viele Fenster. Wir haben in einige Klassen mal kurz in den Unterricht geschaut. Es gibt dort eine Schwimmhalle und eine sehr gro├če Sporthalle, die allerdings nicht der Schule geh├Ârt. Auch der Sportplatz ist sehr neu und modern. Anschlie├čend wurden wir in der Stadtbeh├Ârde J├│zef├│w vom B├╝rgermeister begr├╝├čt und haben ein Geschenk erhalten.

Um 12.30 Uhr gab es in der Schule Mittagessen, sogar ein vegetarisches Gericht f├╝r mich. Danach sind wir mit einem Bus zum Wilan├│wpalast gefahren und haben den k├Âniglichen Garten besichtigt. Dann sind wir mit dem Bus in den Botanischen Garten in Powsin gefahren und konnten dort eine Weile durch die Anlage spazieren.

Nach der Busfahrt sind meine Austauschsch├╝lerin und ich sowie ein paar andere M├Ądchen vom Austausch in eine Pizzeria gegangen. Danach hat sich fast die ganze Gruppe getroffen, um in die Schwimmhalle an der Schule zu gehen. Danach ist jeder mit seinem Austauschsch├╝ler nach Hause gegangen.

Jule Bressel

Mittwoch, 07. Mai

Am Morgen um 7:15 Uhr standen wir auf. Wir fr├╝hst├╝ckten alle zusammen. Danach fuhr mein Gastvater mit dem Auto Filip und mich zur Schule. Um 8:30 Uhr fuhr die gesamte Austauschgruppe mit dem Bus nach Anielin (n├Ąhe Otwock) zu dem j├╝dischen Friedhof. Dort trafen wir auf drei Leute, die den Friedhof pflegen und erforschen. Sie erkl├Ąrten uns die Geschichte und die Entwicklung des Friedhofes.

Nach dem einst├╝ndigen Ausflug liefen wir zur besten Eisdiele in der Gegend. Dort a├čen wir alle ein Eis. Nach diesem sch├Ânen Kaffeetrinken gingen wir zur Bushaltestelle. Wir fuhren zur Schule. Als Mittagessen gab es Kartoffelbrei, Salat und Hackfleisch.

Nach dem Mittagessen ging es gleich zu der Gro├čen Turnhalle des Gymnasiums. Die Jungs spielten drau├čen auf dem Sportplatz Fu├čball und die M├Ądchen spielten in der Halle Volleyball. Nun hatten wir zum ersten mal Unterricht. Ausgerechnet Mathe. Aber der Lehrer war sehr nett. Wir probierten kleine Knobelspiele aus. Nach dem Matheunterricht war Schulschluss.

Viele der Austauschsch├╝ler fuhren nach Hause. Doch ich und Filip fuhren gleich von der Schule in die Stadt. Dort trafen wir uns mit Felix, Len, Pawel, Dominiqua, Lucien, Jessica, Tim und Martin im gr├Â├čten Shoppingcenter Warschaus: Arkadia. Wir probierten viele Sachen an und besichtigten sehr viele L├Ąden. Ich und Lucien bekamen ein T-Shirt von unseren Austauschsch├╝lern. Abends fuhren ich, Lucien, Pawel, Tim, Martin, Leo und Filip zum 2. Shoppingcenter Warschaus: Sadyby best Mall. Dort spielten wir alle Bowling. Ich gewann nur knapp mit 92 Punkten. Nach diesem langen Tag fuhren wir nach Hause. Filip und ich spielten noch ein bisschen Playstation und dann gingen wir um 21:30 Uhr ins Bett.

Leopold Sachse

Donnerstag, 08. Mai

Am Donnerstag trafen sich alle vor der Schule. Wir warteten dann auf den Bus um in den K├Âniglichen Park ┼üazienki spazieren zu gehen. Wir hatten Gl├╝ck, dass so gutes Wetter war, so war es viel angenehmer den Park zu sehen. Gegen 11 Uhr gingen wir wieder zum Bus und fuhren in das gro├če Einkaufszentrum. Wir bekamen 20 Minuten um kurz durch das Shopping Center zu st├Âbern. Alle waren wieder p├╝nktlich am Treffpunkt. Danach ging es mit dem Bus ab zum Dom in Warschau um ein Orgelkonzert zu h├Âren. Anschlie├čend besichtigten wir auch noch die Krypta. Als wir damit fertig waren, nahmen wir eine F├╝hrung durch das Schloss. Die Frau, die uns f├╝hrte, sprach deutsch. Unsere Austauschsch├╝ler waren in einer Gruppe mit polnischer F├╝hrung. Nach der Besichtigung des Schlosses fuhren wir wieder nach J├│zef├│w. Alle waren ein wenig ausgepowert vom vielen Laufen.

Als wir ankamen, gingen alle erstmal in ihre Austauschfamilien und bereiteten sich auf unsere Abschlussfeier vor. Um 17 Uhr waren alle wieder in der Schule und wir Deutschen bereiteten uns f├╝r unser Programm vor. Es verlief ziemlich gut. Au├čer, dass wir verga├čen, welches unser Lied auf der CD zum Tanzen war. Doch als wir es schlie├člich fanden, war alles wieder gut. Es bedankten sich alle noch mal und wir bekamen auch noch ein T-Shirt von der Schule. Anschlie├čend a├čen dann alle zusammen. Am sp├Ąten Abend nahm die Feier ihr Ende und unsere Woche auch. ┬áViele waren traurig, dass die Zeit in Polen so schnell um war.

Maria F├╝ckel

Freitag, 09. Mai

Am Freitag trafen wir uns 9:30 Uhr an einem kleinen Bahnhof von J├│zef├│w. Alle stellten ihre Reisetaschen und Rucks├Ącke ab und quatschten miteinander. Die polnischen Sch├╝ler holten sich noch eine Fahrkarte, damit sie noch eine Station mit uns fahren konnten. Als dann der Zug kam, nahmen wir alle unsere Taschen und stiegen ein. Im Zug redeten alle wild durcheinander. Manche h├Ârten Musik oder lasen Zeitung. Die anderen machten Sp├Ą├če und redeten miteinander. Als der Zug hielt, stiegen alle aus und wir setzten uns an eine andere Haltestelle, wo unser Zug kommen sollte und wir uns von den Polen verabschieden mussten.

Bis dahin war aber noch ein wenig Zeit. Es f├╝hrte eine frisch gestrichene, wei├če Linie an dem Steg neben der Schiene entlang. Viele traten hinein und machten dann wei├če Fu├čabdr├╝cke. Die meisten deutschen Sch├╝ler gingen noch Kaugummis kaufen, weil sie in Deutschland teurer waren, und andere gingen noch auf Toilette. Als alle wieder am Bahnsteig standen, kam dann auch bald der Zug. Wir Deutschen stiegen ein und packten unsere Koffer ins Abteil. Dann fuhr der Zug los. Die Polen winkten uns und riefen uns ┬äGood bye!┬ô zu. Sie rannten noch, solange sie konnten, neben dem Zug her.

Dann begann die R├╝ckfahrt f├╝r uns. Bis Berlin fuhren wir circa 7 Stunden. In dieser Zeit schliefen manche, redeten oder besch├Ąftigten sich anderweitig. Eigentlich verlief die Zeit auf der R├╝ckfahrt schneller als auf der Hinfahrt. Nachdem wir in Berlin angekommen waren, gingen wir noch durch den Hauptbahnhof. Dort a├čen wir noch etwas bei McDonalds. Insgesamt hatten wir eine Stunde Aufenthalt. Im Zug nach Dresden gab es keine Abteile. Dies war nicht so sch├Ân, weil um uns noch sehr viele andere Menschen sa├čen und wir nicht richtig zusammen sitzen konnten.

Bei der Ankunft am Dresdner Hauptbahnhof gegen 21 Uhr empfingen uns unsere Eltern und Geschwister. Wir verabschiedeten uns alle voneinander. Zu Hause angekommen oder auch schon auf der Fahrt dahin, erz├Ąhlte man die ersten Ereignisse, die wir in Polen erlebt hatten.

Besuch #6 (06.10. bis 10.10.2008)
Besuch #7 (25.05. bis 29.05.2009)
Besuch #9 (03.05. bis 07.05.2010)
Wir, 15 Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen der 8. Klassen, Fr. Pforr und Fr. Peschel waren vom 3. Mai bis 7. Mai 2010 in J├│zef├│w/Warschau.

Los ging es am Montag, als wir uns um 8.30 Uhr am Hauptbahnhof trafen. Unser Zug nach Berlin fuhr mit etwas Versp├Ątung ab, so dass wir gegen 11 Uhr im Berliner Hauptbahnhof ankamen. Deshalb hatten wir noch ein bisschen Zeit zum „Bummeln“, ehe unser n├Ąchster Zug nach Warschau fuhr. Die Fahrt dauerte ├╝ber 6 Stunden und alle waren gespannt darauf, was uns in Polen erwarten w├╝rde. Endlich angekommen, empfingen uns auch schon die Gastfamilien auf dem Warschauer Bahnhof. Schnell war klar, wer in welche Gastfamilie geh├Ârte, weil viele Sch├╝ler vorher schon Kontakt per E-Mail mit ihrem Austauschpartner aufgenommen hatten. Wir trennten uns also f├╝r diesen Tag und jeder fuhr mit seiner Gastfamilie nach J├│zef├│w, was ca. 25 km entfernt von Warschau liegt.

Am Dienstag trafen wir uns in aller Frische im Gymnasium von J├│zef├│w. Nach einer Begr├╝├čung zeigten die Austauschpartner uns ihre Schule. Diese besitzt eine Schwimmhalle, eine riesige Turnhalle und eine gro├če Au├čensportanlage. Die Schule selbst ist auch sehr gro├č, die Aula vergleichbar mit der des MCG, allerdings ist unsere sch├Âner eingerichtet! Danach stiegen wir, 15 deutsche Sch├╝ler und 15 polnische Sch├╝ler + 4 Lehrer in einen Reisebus, um nach Warschau zu gelangen. Dort schaute man sich die Altstadt an, unter anderem den Pr├Ąsidentenpalast und die Nationaloper. Zum Mittag kehrten wir in ein Restaurant ein. Wir nahmen an einer eher langweiligen F├╝hrung durch den Pr├Ąsidentenpalast teil, die F├╝hrung musste schon lange Zeit vorher angemeldet werden, au├čerdem mussten wir durch eine Sicherheitskontrolle. Ein Sicherheitsmann folgte uns die ganze Zeit. Gegen 16 Uhr waren wir wieder in J├│zef├│w. Abendessen gab es in der Pizzeria, dann ging es noch in die Schwimmhalle.

Der Mittwoch verlief ├Ąhnlich ab: Wir trafen uns fr├╝h morgens in der Schule, dann fuhren wir mit dem Bus zum Geburtsort von Frederic Chopin, ein polnischer Komponist und Pianist. Die Fahrt war sehr lang, fast zwei Stunden (!) waren wir unterwegs. Anschlie├čend sind wir in ein Museum ├╝ber Frederic Chopin gefahren, das in Warschau lag. Haufenweise Verpflegung hatten uns dieses Mal unsere Gasteltern mitgegeben. Als wir dann wieder gegen 16 Uhr in J├│zef├│w waren, hatten wir noch ein bisschen Zeit, ehe dann fast alle Teilnehmer mit einem richtigen „Polenzug“ nach Warschau gefahren sind. Shoppen stand auf dem Programm und danach Warschau bei Nacht anschauen, was ein sch├Ânes Panorama durch die vielen Hochh├Ąuser ergab, von denen manche sogar durch unendlich viele Lichter Werbung ausstrahlten.

Am Donnerstag war jeder Dresdner Sch├╝ler bei seinem Austauschpartner in den ersten beiden Schulstunden dabei, um zu sehen, wie der Unterricht dort abl├Ąuft. Darauf trafen wir uns alle im Kunstraum der Schule und jeder durfte eine Maske bastelten. Als jeder seine Maske fertig hatte, haben wir die Turnhalle ein bisschen „ausprobiert“, indem wir Basketball, Fu├čball oder Volleyball spielen konnten. Eigentlich war danach noch ein Ausflug geplant, doch dieser fiel wortw├Ârtlich „ins Wasser“, weil es endlos regnete. Deshalb waren die meisten von uns noch einmal im Schwimmbad, bis wir (die Deutschen) unser Programm in der Aula auff├╝hrten. Viele Eltern kamen, unter anderem auch Lehrer der Schule in J├│zef├│w. Zum Abschlussabend gab es dann noch ein ordentliches Buffet, wir bekamen T-Shirts mit einem Gruppenfoto der Truppe und zur Kr├Ânung pflanzten wir dann noch einen Baum auf dem Schulgel├Ąnde, weil das der schon f├╝nfte Austausch zwischen dem MCG und dem Gymnasium in J├│zef├│w war.

Der Abschied am Freitag viel uns schwer. Die polnischen Sch├╝ler begleiteten uns noch bis zum Warschauer Hauptbahnhof. Alle haben noch ihre Unterschrift auf jedes T-Shirt gegeben, was wir am Vorabend bekommen hatten – eine wirklich tolle Erinnerung! Um ca. 11 Uhr fuhr unser Zug zur├╝ck nach Berlin, so dass wir gegen 21 Uhr wieder in Dresden waren. Wir w├Ąren nat├╝rlich noch l├Ąnger geblieben, freuten uns aber auch, wieder zu Hause zu sein!

Fazit:

  • Alle sind wieder heil nach Hause gekommen!
  • Die Gruppe war toll und die Stimmung war super!
  • Die Reise hat uns sehr viel Spa├č bereitet….
  • Und: wir sind durch die fast „├╝berfreundlichen“ Gastfamilien nicht verhungert!

Wilhelm Horn, 8a

Besuch #11 (02.05.-06.05.2011)

Donnerstag, der 05.05.11

Heute sollten wir einen polnischen Schultag erleben. Unsere Schule kann vom Aussehen mit dieser in J├│zef├│w (noch) nicht mithalten. Nachdem uns die Schule von unseren Austauschsch├╝lern gezeigt wurde, begannen wir unseren Schulalltag um halb neun mit einem drei-st├╝ndigem Kunstprojekt in einem wahnsinnig gro├čen Kunstsaal. Am Ende zierten rund 30 bunte V├Âgel aus Stoff einen „Baum der Freundschaft“. Selbst den Jungen hat es am Ende Spa├č gemacht zu n├Ąhen!

Nach dem Kunstprojekt haben wir alle am Unterricht unserer Austauschsch├╝ler teilgenommen. Entweder man hatte nun Englisch, Polnisch, Kunstgeschichte oder Religion. In Polen ist das Besondere, dass es oft nicht ├╝blich ist sich zu melden, wenn man etwas sagen will. Auf den G├Ąngen wurden wir Deutsche freundlich begr├╝├čt. Irgendwie sah man es uns an, dass wir nicht aus Polen sind, denn manche wollten uns die H├Ąnde sch├╝tteln und viele „be├Ąugten“ uns.

Nach dem Mittagessen im (kleinen) Speisesaal der Schule probten wir f├╝r unser Abschlussprogramm. Unsere letzte Schulstunde war Sport in einer riesigen modernen Turnhalle, die mich sehr an die typisch amerikanischen Sporthallen aus Filmen erinnert hat. Wir konnten uns aussuchen, ob wir Volleyball oder Basketball spielen wollten.

Danach ging es zu unseren Familien zur├╝ck und um 17 Uhr trafen wir uns in der Schulaula zum Auff├╝hren unseres Programmes. Unsere Gastfamilien hatten alle etwas Leckeres mitgebracht und so sa├čen wir noch eine ganze Weile und unterhielten uns. Zum Abschluss wurden ganz viele Erinnerungsfotos gemacht, einige spielten Klavier. Zur Erinnerung bekamen wir alle ein wundersch├Ânes T-Shirt mit einem Foto und Hefte von der Umgebung und der Schule. Um 20 Uhr mussten wir uns dann verabschieden und gingen wieder nach Hause.

Es war ein sehr interessanter Tag, da wir jetzt wissen, wie es in einer polnischen Schule so abl├Ąuft – und Spa├č hatten wir noch obendrauf.

Edith Uhlig, 8c

Besuch #13 (07.05.-10.05.2012)
Besuch #16 (23.09.-28.09.2013)

Chemie

Als Einstieg am Dienstag hatte Frau Knittel ein paar Chemie-Experimente vorbereitet. Man musste aus drei verschiedenen Salzen durch Verbrennen bzw. dem Beimischen von Silbernitrat das Kochsalz finden. Es gab zwar einige Probleme bei der Verst├Ąndigung, denn Frau Knittel konnte weder Polnisch noch Englisch. So mussten die polnischen Lehrer und die deutschen Sch├╝ler ├╝bersetzen. Trotzdem hatten alle bei den Experimenten viel Spa├č.

Der Mathematisch-Physikalische Salon

Wisst ihr, warum der Dollar Dollar hei├čt? Warum es zwischen zwei Menschen buchst├Ąblich ┬äfunkt┬ô? Und wie man nachts ohne Uhr die Zeit erfahren konnte? All diese Fragen finden ihre Antwort im Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdner Zwinger. Der Salon wurde von August dem Starken angelegt. Alle Ausstellungsst├╝cke wurden von ihm in Auftrag gegeben, selbst entwickelt oder gesammelt. In zwei Gruppen bekamen wir eine F├╝hrung durch den Salon. Dieser war zu unserer gro├čen ├ťberraschung sehr interessant gestaltet, denn bei Mathe und Physik denkt man an komplizierte Rechnungen, aber hier handelte es sich um komplexe Physik, die man fassen konnte, da sie auf eine einfache, informative Art und Weise vermittelt wurde. Durch die vielen Ausstellungsst├╝cke, die Filme und die kurzen Infotexte hat man nicht nur etwas ├╝ber Mathematik und Physik gelernt, au├čerdem haben so selbst physikalische Analphabeten das eine oder andere Ger├Ąt verstanden.

Wanderung in der S├Ąchsischen Schweiz

Am Mittwoch um 8:15 Uhr trafen wir uns am Hauptbahnhof. Unser Zug fuhr 8:30 Uhr nach Schmilka ab. Nach langer Zugfahrt kamen wir endlich an und fuhren mit der F├Ąhre auf die andere Elbseite. Nun begann unsere Wanderung, die eine ganze Weile nur bergauf zum gro├čen Winterberg f├╝hrte. Dort hatten wir eine sch├Âne Aussicht und a├čen unser Fr├╝hst├╝ck. Auf unserm anschlie├čenden R├╝ckweg ging es bergab mit vielen Stufen. Um 16 Uhr kamen wir unverletzt und ersch├Âpft wieder am Hauptbahnhof an.

Kunstprojekt

Den Donnerstag begannen wir mit vier gemeinsamen Kunststunden in der Schule. Zusammen bastelten wir mehr als 20 bunte, kleine und gro├če, schlichte oder komplizierte Blumen. Die Materialien waren vielf├Ąltig: Draht, Krepppapier, Federn, Glitzer, Styroporkugeln, Perlen, Bast, … Aus diesen vielen Materialien haben wir die nach unserer Meinung geeignetsten herausgesucht. Daraus wurden Bonbonblumen, Sonnenblumen, fleischfressende Blumen, Blumen mit Federn und knallbunte Blumen. W├Ąhrenddessen haben unsere Kunstlehrer, Herr Popien und Frau Pforr, die Pappmach├ęvase, in der unsere Blumen jetzt stehen, bemalt. Als wir fertig waren, wurde das Chaos aufger├Ąumt und die besten Blumen bekamen von der Jury einen Preis.

Panometer

Am Donnerstag Nachmittag besuchten wir das Panometer. Anfangs gab es eine sehr lehrreiche und interessante Ausstellung zum Barock. Nach der Ausstellung kam man ins Panometer. Dort gab es viele Spezialeffekte, z. B bei Nacht ein Feuerwerk oder eine Katze, die einen immer ansah. Abschlie├čend konnte man noch einen Film ├╝ber das Panometer ansehen.

Semperoper

Am Freitag waren wir in der Semperoper. Da gab es eine F├╝hrung f├╝r uns, die allerdings auf Polnisch war. Doch gl├╝cklicherweise erkl├Ąrten sich die polnischen Lehrer und die F├╝hrerin bereit zu ├╝bersetzen bzw. auf Deutsch zu reden. So lernten auch die deutschen Sch├╝ler einiges ├╝ber die Semperoper.

Besuch #18 (22.09.-27.09.2014)

Gegenbesuch der polnischen Sch├╝ler vom 22. bis zum 27.9.2014

Nachdem wir Anfang Mai eine wundervolle Woche in Warschau hatten verbringen d├╝rfen, freuten wir uns nun mit unseren Austauschsch├╝lern auf eine genauso sch├Âne Zeit in Dresden. Bereits zum vorausgehenden Elternabend zeigte sich die Vorfreude, bereits gekn├╝pfte Freundschaften fortsetzen zu k├Ânnen. Am Montagabend 20.52 Uhr war es dann endlich soweit; der Zug mit unseren G├Ąsten rollte im Dresdner Hauptbahnhof ein. Sichtlich erfreut waren diese nach einer langen Reise mit Sightseeingtour in Berlin am Ziel angekommen zu sein und nun in ihre Betten fallen zu k├Ânnen.

Der n├Ąchste Tag begann an unserer Schule mit einer kleinen F├╝hrung durch das modernisierte Geb├Ąude. Beim anschlie├čenden Spaziergang durch die Dresdner Innenstadt ergab sich sogar ein Abstecher in die Gem├Ąldegalerie mit Besuch der Sixtinischen Madonna. Zur├╝ck in der Schule erwartete uns im Chemiekabinett ein von Frau Knittel vorbereitetes Sch├╝lerexperiment zur Chromatographie. Im Anschluss wurde noch die Herstellung von „Elefantenzahnpasta“ gezeigt, was uns und unseren G├Ąsten sehr gut gefiel. Den Abschluss des Tagesprogramms bildete der Besuch der Technischen Sammlungen. Hier zeigte sich im Experimentierfeld und im Erlebnisland, dass sich Sch├╝ler entgegengesetzt der landl├Ąufigen Meinung durchaus f├╝r Mathematik und Physik begeistern k├Ânnen.

Der Mittwoch war als Wandertag auserkoren worden; es stand die Festung K├Ânigstein auf dem Programm. Nach einer Fahrt mit der S-Bahn konnte sie vom Ort K├Ânigstein zu Fu├č erklommen werden. Oben erwartete uns der individuelle Rundgang mit dem Audioguide. Nach einem Zwischenstopp zum Eis essen in Wehlen kamen wir nach diesem sch├Ânen Tag in der S├Ąchsischen Schweiz wieder gl├╝cklich in Dresden an.

Am n├Ąchsten Morgen trafen wir uns zum Kunst-Musik-Projekt in der Schule, um gemeinsam Recycling-Instrumente zu basteln und anschlie├čend als „Crazy Band“ darauf zu musizieren. Ganz herzlichen Dank an alle Lehrer, die dies geplant und mit uns durchgef├╝hrt haben. Es hat wirklich viel Spa├č gemacht! Nach dem Mittagessen in der neuen Mensa fuhren wir mit dem Schiff auf der Elbe nach Pillnitz. Hierbei bot sich eine wundervolle Aussicht auf die Sehensw├╝rdigkeiten links und rechts der Elbe. Auch ein bisschen Regen konnte uns den darauf folgenden Spaziergang durch den Pillnitzer Schlossgarten nicht verderben.

Freitag, unseren letzten gemeinsamen Ausflugstag, begannen wir mit einem Rundgang durch den Dresdener Zoo und erfreuten uns an der Aktivit├Ąt der meisten Tiere, die gerade gef├╝ttert wurden. Danach folgte unsere „F├╝tterung“ mit mexikanischen Speisen zum Mittag. Am Nachmittag genossen unsere G├Ąste eine polnischsprachige F├╝hrung durch die Semperoper mit anschlie├čendem Einkaufsbesuch auf der Hauptstra├če. W├Ąhrenddessen bereiteten die deutschen Sch├╝ler zu Hause die Abschlussparty kulinarisch vor. Zu dieser trafen sich dann alle am Abend mit den Eltern in der Schule. Hier zeigten uns unsere G├Ąste ein kleines Tanzprogramm und luden uns herzlich zum Mittanzen ein. Anschlie├čend lie├čen wir dann mit Speis, Trank und viel Musik den Abend ausklingen. Mit einer von Herrn Fink zusammengestellten Dia-Show lie├čen wir die zusammen verbrachten Wochen noch einmal Revue passieren und ├╝berreichten unseren G├Ąsten als kleines Geschenk ein T-Shirt sowie ein Jahrbuch unserer Schule.

Am n├Ąchsten Morgen hie├č es dann leider auch schon Abschied nehmen. Die Woche war schneller vergangen als gedacht, und als der Zug abgefahren war sagte Frau Fink treffend: „Hiermit ist der 9. Polnisch-Deutsche Sch├╝leraustausch abgeschlossen.“ Doch der 10. wird ganz bestimmt folgen. Wir m├Âchten allen Verantwortlichen noch einmal f├╝r diese wunderbare Zeit danken. Es hat uns wirklich viel Freude bereitet. Aus gegenseitiger Toleranz wurde Freundschaft.

Dzi─Ökuj─Ö bardzo – Vielen Dank!

Von Josefin Bernard

Ein unvergessliches, rundum positives Erlebnis

Im Mai 2014 fuhren unsere Kinder zum Sch├╝leraustausch nach Polen- J├│zef├│w. Eine Woche wurden sie dort in ihren polnischen Gastfamilien umsorgt. Hier erfuhren unsere Kinder, wie wertvoll der Umgang mit einer anderen Kultur ist. Zusammen mit Frau Kierska, Herrn Luc, Frau Fink und Frau Knittel sahen sie sich u.a. J├│zef├│w, Warschau und das Geburtshaus von Marie Curie an, wanderten und fuhren Kutsche.

Der Gegenbesuch fand in der letzten Septemberwoche 2014 statt. Wiederholt wurde, mit unglaublichem Engagement seitens der polnischen und deutschen Lehrer, der Austausch organisiert. Sprachliche Barrieren gab es keine, da die Verst├Ąndigung rund um die Uhr in englischer Sprache bestens funktionierte.

Die Kinder zeigten den polnischen Sch├╝lern Dresden, besuchten mit Herrn Lodel die technischen Sammlungen, wanderten mit Frau Balten und Herrn Kersten zur Festung K├Ânigstein, unternahmen eine Dampferfahrt nach Pillnitz und bestaunten die Tiere im Dresdener Zoo. Die Kinder entwarfen im Kunstprojekt mit Frau Pforr und Herrn Popien Musikinstrumente. Unter musikalischer Leitung von Herrn Rogacki gipfelte dieses Kunstprojekt in einer „Urauff├╝hrung eines zeitgen├Âssischen Selbstbauorchesters“. Ein gemeinsames, kurzweiliges Abschlussfest im Neubau des MCG mit einem ├╝ppigen Buffet, einer Tanzdarbietung der polnischen Sch├╝ler und einer von Familie Fink liebevoll erarbeiteten Diashow rundete die zusammen verbrachte Zeit ab.

Als am Samstag die polnischen Sch├╝ler und ihre Lehrer in den Zug stiegen verabschiedeten sich Freunde.

Ein riesiges Dankesch├Ân an Frau Fink, Frau Knittel und allen Organisatoren!

Nicht umsonst waren wir als Familie ein zweites Mal dabei, denn der Polenaustausch ist ein echter Geheimtipp f├╝r alle, die mit ihren Kindern eine Horizonterweiterung in sprachlicher und kultureller Hinsicht erleben m├Âchten.

Von Familie Conrad

Beitr├Ąge

infoAlle Beitr├Ąge, die jemals auf dieser Seite erschienen sind, finden Sie im Archiv.