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Entwicklung von Lernkompetenz

Kompetenzen basieren, anders als Wissen, auf eigenen Erfahrungen. Deshalb können Kompetenzen nicht vermittelt werden, sondern nur selbstorganisiert erworben werden. In neuartigen, offenen und realen Problemsituationen kreativ handelnd ist dabei besonders wichtig.

Lernkompetenzen umfassen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten aus den folgenden Bereichen:

  • Kognitive Kompetenz
  • Metakognitive Kompetenz
  • Lernmotivation/Interesse
  • Soziale & kommunikative Kompetenz
  • Selbstkompetenz
  • Arbeitsorganisation

Wer im Lernprozess bestimmte Lernmethoden einsetzt, um den Stoff richtig und schnell zu lernen, ist erfolgreicher. Neben den verschiedenen Lernmethoden ist es aber auch wichtig, immer auf die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen zu achten.

Zielstellung

In unserer Wissensgesellschaft sind Bildung und Erziehung die Grundlage der individuellen Lebenschancen der Schüler. Die Anforderungen an die schulische Ausbildung umfassen daher die Bereiche Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung. Die Entwicklung von Lern-, Methoden- und Sozialkompetenz ist dabei immer stärker in den Vordergrund getreten mit dem Ziel, die Fähigkeit zu lebensbegleitendem aktivem und zielgerichtetem Lernen zu erwerben.

Die Entwicklung von Lernkompetenz zielt also darauf, das Lernen zu lernen. Dazu gehört der Erwerb von Lernstrategien, die Fähigkeit Lern- und Denkvorgänge zu planen, umzusetzen, zu überwachen, gegebenenfalls zu korrigieren und abschließend auszuwerten.

Inhalte
  • Vermittlung und Aneignung von Lernstrategien, Lernmethoden, Lernhilfen
  • Systematisches Einüben bestimmter Lernprozesse und Arbeitstechniken
  • Aneignung und Anwendung von grundsätzlichen Strategien zur Informationsbeschaffung und -verarbeitung sowie Präsentation
  • Sicherung der Lernmotivation durch Selbstkontrolle, Angstabbau und Interessenverknüpfung
  • Förderung von Selbstorganisation und Konzentration
  • Umgang mit Konflikten
  • Befähigung zur Kommunikation und Kooperation
Unser derzeitiges Konzept

Im Schuljahr 2013/14 wurde das seit 2004 umgesetzte schulinterne Curriculum evaluiert. Im Ergebnis gibt es ab 2014/15 folgendes verändertes „Lernen Lernen“-Konzept:

In Klasse 5 wird Lernkompetenz  im Rahmen einer Wochenstunde als Pflichtfach „Lernen lernen“ vermittelt. Die Grundlage ist ein für das Marie-Curie-Gymnasium verbindliches Methodencurriculum, welches durch eine Lehrerhandreichung ergänzt wird. Es wird empfohlen, dass jeder Schüler seine Arbeit sowie alle verbindlichen Handreichungen in einem Lerntagebuch sammelt und dokumentiert.

In Klasse 6 wird in einer wöchentlichen Stunde „Kompetenztraining“ absolviert. Im Mittelpunkt steht die Einführung des Klassenrates und die eigenverantwortliche Bearbeitung von Schwerpunktthemen wie z. B. Klassenregeln, Klassenchat, soziales Lernen.

In den Klassenstufen 7 bis 9 werden Workshop-Tage zu ausgewählten Themen durchgeführt, derzeit sind dies „Digitales Lernen“, „Präsentationen mit PowerPoint“ und „Kommunikation“.

Ausbilden können uns andere, bilden kann sich jeder nur selbst. … Bildung beginnt mit Neugierde.“
(Peter Bieri)

Handreichungen für Schüler