Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit am Marie-Curie-Gymnasium bietet seit 2017 umfangreiche, individuelle Unterstützung bei schulischen und/oder persönlichen Belangen. Wir sind Ansprechpartner*in für Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und Angehörige. Wir begleiten, unterstützen und beraten zu den großen und kleinen Fragen, sozialen Themen und Krisen im Lebensraum Schule. Bei Bedarf und auf Wunsch vermitteln wir zu Beratungsstellen, Behörden oder Ämtern.

Unser Grundprinzip: Freiwillig. Vertraulich. Kostenlos.

Unsere Angebote:

  • Beratung für Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und Angehörige
  • Unterstützung bei Konfliktlösung & Streitschlichtung
  • Prävention und Interventionsworkshops für Gruppen und Schulklassen
  • Organisation und Begleitung von Projekttagen und Exkursionen
  • Ganztagsangebote & Projekte der außerschulischen Bildung
  • schulorientierte Gemeinwesen- und Gremienarbeit
  • Elternabende u.v.m.

 Ansprechpartner*in:

Frau Scholze (Sozialpädagogin B.A.)

Herr Richter (Sozialpädagoge B.A.)

Die Schulsozialarbeit ist ein ergänzendes, eigenständiges und kooperierendes Angebot der Jugendhilfe innerhalb der Schule und erfolgt auf der gesetzlichen Basis des § 13 Abs. 4 und § 81 SGB VIII sowie den §§ 1,17 und 35b SchulG Sachsen. Sie beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit bezüglich der Kontakte und Angebote. Die Angebote erfolgen auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Marie-Curie-Gymnasium und der Kindervereinigung Dresden e. V., gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen.

Beiträge

  • In den Oktoberferien organisierte die Schulsozialarbeit bereits zum dritten Mal eine außerschulische Gedenkstättenfahrt mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 11 und 12 ins polnische Oświęcim. Ziel war es die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu besuchen und sich mit der Geschichte des Ortes und den Verbrechen der Shoah auseinanderzusetzen. Eleanor Müller und Anna Rauser – beide ehemalige MCG Absolventinnen und Teilnehmerinnen der ersten Gedenkstättenfahrt 2018 – begleiteten diesmal die Gruppe als Teamerinnen in der Vorbereitungsphase und Eleanor auch direkt vor Ort. Die Gruppe hat während des Aufenthalts einen Dokumentarfilm gedreht, der sich z.Z. im Schnitt befindet und im Laufe des Schuljahres am MCG präsentiert werden soll. Jula Nowaczyk aus der 12. Klasse fasst die Erlebnisse zusammen:

    „Am 18.10.21, dem Montag der ersten Herbstferienwoche trafen wir uns 8:00 Uhr vor dem MCG. Alle waren müde und die Stimmung war etwas gebrochen – niemand wusste recht, was auf uns zukommen wird. Nach der fünfstündigen Fahrt kamen wir in der Jugendbegegnungsstätte, der Herberge, an und hatten nach dem Mittag einen Einführungs-Workshop zum Holocaust und insbesondere zu Auschwitz. Darauf folgte nach dem Abendessen die Tagesreflexion von Eleanor, da haben wir uns auch die ersten Gedanken zum Film gemacht.  

    Direkt am nächsten Morgen hatten wir eine Führung durch das Stammlager Auschwitz I, welches heute für Besucherinnen und Besucher bzw. Gedenkende zugänglich ist. Als wir durch den Torbogen mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ hineinliefen, kamen wir zu den Blocks, in denen die Häftlinge früher untergebracht wurden. Sie sind heute größtenteils zu Ausstellungen ausgebaut. Da sahen wir also große Räume gefüllt mit hinterlassenen Brillen, Koffern und Schuhen. Das Gefühl der Beklemmung war unumgänglich und trotzdem war das Wetter wunderschön, ein „goldener Herbst“, das machte es nur noch konfuser. Beim Zurücklaufen zur Jugendbegegnungsstätte konnten wir uns dann sammeln. Am Nachmittag hatten wir eine Stadtführung durch das Zentrum des heutigen Oświęcim. Auch an diesem Abend gab es eine Reflexion, die uns allen irgendwie half den Besuch im Stammlager I zu verarbeiten.

    Am Mittwoch fuhren wir nach Auschwitz II-Birkenau und unser Guide zeigte uns das Areal mit hunderten Holzbaracken und den Überresten der Krematorien. Nach dem Mittag gab es den nächsten Workshop mit einer Bildungsreferentin, bei dem wir das Erlebte reflektierten und aufbereiteten. Am Ende des Tages waren alle erschöpft, aber es gab trotzdem eine kurze Reflexion und das war auch gut so… 

    Der nächste Tag startete anders: mit einem Workshop zu künstlerischen Zeugnissen in Auschwitz, den wir uns selber ausgesucht hatten. Danach ging es am Nachmittag nochmal zum Stammlager I. Dort hatten wir dann die Möglichkeit uns die Länderausstellungen in den Blocks eigenständig anzuschauen und nach den Namen zu suchen, zu denen wir vor der Fahrt in den Vorbereitungstreffen Stolpersteine aus Dresden recherchiert hatten. Am Abend folgten dann wieder die Reflexion und ein Gedenken an die Opfer der Shoah. 

    Der nächste Tag sollte Tag der Abreise sein. Doch wir fuhren nicht direkt zurück nach Dresden, sondern besichtigten noch die Stadt Krakau. Wir hatten eine Führung durch das jüdische Viertel und das ehemalige Ghetto der Stadt und zum Schluss besuchten wir das Museum der alten Fabrik von Oskar Schindler. Am späten Nachmittag fuhren wir los und kamen gegen 23:00 Uhr wieder wohlbehalten in Dresden am MCG an. 

    Zwischen all den Aktivitäten auf der Fahrt machten wir Filmaufnahmen, Foto und führten gegenseitig Interviews mit allen Teilnehmenden für unseren Dokumentarfilm. Auch wenn es eine anstrengende Fahrt war, so war sie doch auch in manchen Momenten schön und zweifelsfrei bereichernd, sodass niemand der Teilnehmenden die Entscheidung mitzufahren heute bereut. Wir sagen Danke – insbesondere an Herr Richter, der uns alles ermöglichte.“

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