Durch die WerkstÀtten der Indigenen Otavalos

Staubige Straßen, halbfertige und schon wieder baufĂ€llige HĂŒtten, wo bringt uns Zulay, unsere indigene FĂŒhrerin, nur hin.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck sind wir alle mit einem Kleinbus losgefahren um mehrere Dörfer um Otavalo zu besuchen. Als erstes haben wir in einer sehr einfachen, aber bewohnten HĂŒtte zuschauen können wie eine Indigene, sehr feste und robuste Matten aus Schilfrohr herstellte. Solche Matten scheinen heute immer noch große Bedeutung zu haben wie vor hunderten von Jahren, denn wir haben spĂ€ter immer wieder solche Matten in Gebrauch gesehen. Als Teppich, Abdeckung, Windfang … Dann haben wir eine Familie in ihrem Garten besucht die uns zwei einfachen, traditionellen Webtechniken zeigten mit denen sie farbenfrohe und mit filigranen Mustern verzierte schmale BĂ€nder webten und wir sahen lustiger Weise einen Hahn mit Hausschuhen. Anschließend zeigten sie uns stolz ihre Meerschweinchen, wovon uns eines gleich durch die Lappen gegangen ist. Im nĂ€chsten Dorf kamen wir zu einem Musiker und Instrumentenbauer der uns als erstes zeigte wie er traditionelle Panflöten hergestellt. Danach zeigte und spielte er uns etwas vor auf den regional unterschiedlichsten Panflöten, Rohrflöten, Blasröhren (Ă€hnlich eines Didgeridoos), Ukulele und anderen Instrumenten. Und nachdem auch wir etliche Instrumente ausprobieren durften, grĂŒndeten wir spontan unsere eigene „Band“. Bei unserer Letzten Station zeigte uns ein alter 84 jĂ€hriger Herr wie man aus Schafswolle, durch einem langwierigen Prozess, erst einmal einen Faden bekommt um spĂ€ter aus diesem Faden einen Poncho herstellen zu können. Bevor wir zu unserem Hostel an den Bahndamm zurĂŒck kehrten, kamen wir noch an mehreren HĂ€usern vorbei aus denen ein ohrenbetĂ€ubender LĂ€rm kam. Als wir in die Fenster hinein schauten sahen wir in kleinen Zimmern mechanische WebstĂŒhle. Auch wenn diese zwar keine großen Fabriken waren, zeigte uns dies aber dass die traditionelle Handarbeit also auch hier immer mehr in den Hintergrund zu treten scheint, die Arbeitsbedingungen dadurch aber nicht besser werden, da die Indigenen mit Atemschutzmaske und Ohrenschutz arbeiten mussten.