Unglaubliche Leistung zum Runner-Up

Durch gesundheitliche AusfĂ€lle ein wenig dezimiert begaben sich die Damen des MCG am 30.01.2020 erneut in die Halle der 121. Oberschule, um gegen die Sieger aus anderen Landkreisen anzutreten. Mit viel guter Laune im GepĂ€ck waren Lisbet, Emma, Jara, Letizia, Luise, Lene und Lilli die einzigen Vertreterinnen unserer Landeshauptstadt, die sich an diesem Tag gegen Kontrahentinnen aus Meißen, Riesa, Pirna und dem Weißeritzkreis durchsetzen wollten. Bereits beim Warm-Up konnte man das hohe Niveau der anstehenden Spiele bemerken und so versprach es, spannend zu werden.

Im ersten Spiel trafen wir auf das Team des Werner-Heisenberg-Gymnasium aus Riesa. Es dauerte eine Weile, bis sich die auf dem Feld Stehenden in ihr Spielsystem eingefunden hatten und so war es ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dessen erstem Satz die Gegnerinnen erst am Ende einen 6-Punkte-Vorsprung aufbauen konnten. Ein kurzes Time-Out und eine kleine Selbstfindungsphase befeuerte das MCG, sich ihrer StĂ€rken bewusst zu werden und so drehten sie den Spielstand zu einem phĂ€nomenalen 25:23 Endstand. Durch diese Aufholjagd beflĂŒgelt, wurde der 2. Satz zielsicher gespielt, ohne die FĂŒhrung einmal abzugeben und beim Endstand von 25:19 stand ein Sieg in zwei SĂ€tzen zu Buche.

Die nĂ€chste Partie war ein absoluter Augenschmaus. Wir sahen uns dem „GlĂŒckauf“-Gymnasium aus Dippoldiswalde gegenĂŒber und es sollte die schwierigste aber auch spielerisch beste Begegnung des Tages werden. Von Beginn an hallten die GesĂ€nge und Schlachtrufe beider Seiten durch die Halle und untermauerten den Einsatzwillen und die Moral der Teams. Nach einer kurzen Abtastphase war den Dippsern, die ausnahmslos mit Vereinsspielerinnen auf dem Feld standen, klar, dass dies auch fĂŒr sie kein Spaziergang wird. Die Ballwechsel waren lang und anstrengend, viele AngriffsschlĂ€ge landeten im Block und wurden doch weiterverwertet, die Knieschoner wurden strapaziert und man merkte deutlich, dass sich unsere Spielerinnen von dem Leistungsniveau keineswegs beeindrucken ließen, sondern immer wieder ĂŒber sich hinauswuchsen und keinen Ball kampflos hergaben. Der erste Satz ging erst mit den letzten beiden AufschlĂ€gen mit 23:25 verloren und die Anstrengung, die allen ins Gesicht geschrieben stand, bewies, dass wir uns sehr teuer verkauft hatten. Im zweiten Satz fiel das Ergebnis etwas deutlicher mit 18:25 aus, aber moralisch war dies ein Schub.

Die Anspannung und Freude gegen „GlĂŒckauf“ nahmen die MCG-Damen gleich mit in ihr nĂ€chstes Spiel und zogen im ersten Satz mit 25:19 gegen die Oberschule Meißen-Triebischtal davon. Leider muss man sagen, dass das Verhalten des gegnerischen Betreuers gegenĂŒber seinen Sportlerinnen alles andere als fördernd fĂŒr die Moral seines eigenen Teams war und so spielten wir einen sichtlich geknickten Gegner, der sein Potenzial nicht ausgeschöpft hat, im zweiten Satz mit 25:10 an die Wand.

Drei Spiele ohne Pause und das vierte sollte nun gleich folgen. Das bilinguale/binationale Friedrich-Schiller-Gymnasium aus Pirna fiel als erstes durch ihre tschechischen GesĂ€nge auf und machte auch im Spiel deutlich, dass sie gekommen waren, um zu siegen. Sie zogen im ersten Satz ein unwahrscheinlich variantenreiches Spiel auf, welches dem MCG ein wenig die Luft nahm. Sie spielten immer wieder sich auftuende LĂŒcken an und legten die BĂ€lle oft mit messerscharfer PrĂ€zision hinter unseren Block. Durch die eigenen Rufe nun schon etwas der Stimme beraubt, wurde es merklich stiller auf der Seite des MCG, als wir mit 15:25 in die Schranken verwiesen wurden. Und dennoch ließen die Sportlerinnen den Kopf nicht hĂ€ngen, nachdem Lisbet als KapitĂ€nin noch einmal das Team auf ihre stĂ€rksten Waffen eingeschworen hatte; Ihre Moral und ihren Einsatzwillen. Der zweite Satz war ein Gegenschlag aus dem Bilderbuch und der Gegner stand nach einem fulminanten 25:15 ziemlich verdutzt da, hatten sie doch geglaubt, ein vermeintlich leichtes Spiel zu haben. Auch im Tie-Break des letzten Satzes bewies das MCG den lĂ€ngeren Atem und versetzte den Gegner mit einem durchschlagendem Aufschlagspiel in Erstaunen, als sie den Sieg mit 15:6 einfuhren.

Eine wahrlich beachtliche Leistung durch einen grandiosen Teamgeist. Mit diesem 2. Platz können sich alle Spielerinnen zu Recht rĂŒhmen und sehr stolz auf sich sein. Ihr Betreuer ist es auf jeden Fall. Die Medaillen sind fĂŒr viele der Spielerinnen ein krönender Abschluss, denn sie werden nĂ€chstes Jahr in der Sekundarstufe 2 nicht mehr in der WK2 spielen dĂŒrfen. Aber keine Sorge, es rĂŒcken bereits viele Spielerinnen und Spieler im Volleyball nach, die ebenso ehrgeizig und siegeshungrig sind und sich auf die Chance freuen, das MCG bei Jugend trainiert fĂŒr Olympia zu vertreten. Sport Frei!

Herr Hofmann