Ecuador : Deutschland 2 : 0 – oder – Schule auf ecuadorianisch

Große dunkelbraune Augen schauen uns sehr aufmerksam an – da sind unsere Herzen schon geschmolzen. Wir stehen in unseren dunkelroten T-Shirts vor der 1. bis 3. Klasse der „Sacha Yachana Huasi Christina“, der Urwaldschule des SELVA-VIVA-Projektes, und erklĂ€ren, dass und warum wir aus Dresden gekommen sind.

Fausto, der Direktor, stellt uns stolz seine Schule vor. Wir prĂ€sentieren uns auch vor den SchĂŒlern der 4. bis 6. Klasse, die in der HĂŒtte gegenĂŒber Unterricht haben und bei den 3 SchĂŒlern der Vorschule. Die Ă€lteren SchĂŒler lernen auch Deutsch, sind aber zu schĂŒchtern, um es mit uns zu sprechen.Die SchĂŒler begrĂŒĂŸen uns mit Liedern in Kichwa und Spanisch – wenigstens bei den VorschĂŒlern können wir mit „Bruder Jakob“ in Deutsch und Russisch mithalten.

Danach treffen wir uns unter tropischer Sonne auf der Wiese zwischen den 3 GebĂ€uden und spielen gemeinsam ein ecuadorianisches Katz- und Maus-Spiel. Wir initiieren dann ein paar gemeinsame Runden Twister und mit den MĂ€dchen basteln wir JonglierbĂ€lle aus Flusssand, Folie und Luftballons. Vivien, Johann, Niklas und Jan spielen Fußball mit den Jungs. Die MannschaftsstĂ€rke ist nicht ganz ausgeglichen, denn unsere 4 Spieler mĂŒssen gegen eine Vielzahl kleiner flinker ecuadorianischer Beine antreten. So ist der Endstand dann auch 2 : 0 fĂŒr Ecuador, wobei unsere Mannschaft bei der Hitze grĂ¶ĂŸte Ausdauer beweist.

Am Ende ĂŒberreichen wir der Schulleitung die mitgebrachten FußbĂ€lle und deutsche ErstlesebĂŒcher sowie Malhefte und mit einem „Aplauso del amor“ geht unser Besuch schon zu Ende. Als wir den Weg hinab zum Fluss und unserem Boot laufen, haben wir das gute GefĂŒhl, sehr gern gesehene GĂ€ste gewesen zu sein und sind gespannt auf die weiterfĂŒhrende Schule in Tena, wo die Ă€lteren Kinder der Gegend leben und lernen.