Galileo-Projekt
| 24.02.10Galileo-Pojekt gewinnt GIS-AWARD 2010
Im Rahmen des 7. Sächsischen GIS Forums wurden im Dresdner Rathaus am 24. Februar zum zweiten Mal die Sächsischen GIS Awards, eine Auszeichnung des Vereins Geo-Daten-Infrastruktur Sachsen (GDI Sachsen e.V.), durch den Sächsischen Innenminister, Herrn Markus Ulbig, verliehen.
Die Schüler unseres Gymnasiums wurden dabei mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet und damit ihre innovativen Leistungen als zukünftige Geodaten-Spezialisten mit 1.000 Euro für den ersten Platz prämiert.
Herzlichen Glückwunsch!
Die Projektgruppe entwickelte eine Möglichkeit, mit einem transportablen Personal Digital Assistant Touristen per GPS (später Galileo) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dresdens zu lenken. Für ihren individuellen Stadtrundgang „Wir zeigen euch Dresden“ haben die Schüler Standorte und Routen selbst erarbeitet, barrierefreie und kinderfreundliche Strecken berücksichtigt, Parkplätze und Toiletten integriert und die Texte zu den einzelnen Stationen selbst geschrieben und gesprochen. „Mit diesem Projekt werden die Möglichkeiten von Geodaten wunderbar einfach und für jeden nachvollziehbar dargestellt“, erklärt der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Horst Lilienblum.
| 03.11.09Wir zeigen euch Dresden
| 16.03.08Barrierefreier Stadtrundgang für Dresdner Tourismuspreis 2008 nominiert
Damit der Weg nicht an der Bordsteinkante endet
Am 20. März wird erstmals der Preis für die beste Idee im Tourismus vergeben. SZ stellt die Nominierten vor. Heute: "Barrierefreier Stadtrundgang Dresden".
Es gibt Stadtrundgänge, die sind Zentimeterarbeit. Sie enden für einige Menschen genau dort, wo die Bordsteinkante beginnt. Tourismus ist für alle da, dachte sich die Mathematiklehrerin Anita Wolf vor einigen Jahren und trommelte 15 Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums zusammen, mit denen sie das Dresdner Zentrum neu erkundete. Aus einer anderer Sicht, der von Menschen mit Handicap. Viele Monate spazierte die Gruppe in der Freizeit durch die Innenstadt, suchte Wege zu den barocken Schätzen, die auch mit dem Rollstuhl genutzt werden können, erkundigte sich nach behindertengerecht ausgestatteten Sehenswürdigkeiten, Parkplätzen und Toiletten. Ein Katalysator für das Projekt war ein Aufruf des Raumfahrtkonzerns EADS, für das Satellitennavigationssystem Galileo Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dieses kann zwar erst ab 2013 verwendet werden, der barrierefreie Dresdner Stadtrundgang hat allerdings schon jetzt etliche dankbare Adressaten gefunden. Das Angebot ist im Themenstadtplan auf der Webseite der Landeshauptstadt integriert, steht dort zum Download bereit, Rollstuhlfahrer können dann mit einem Computer ähnlich einem Handy durch Dresden fahren und bekommen genauste Informationen zu ihrem Ziel und dem Weg dahin.
Eine preisverdächtige Innovation - der barrierefreie Stadtrundgang gehört zu den Nominierten des Dresdner Tourismuspreises, der 2008 erstmals vergeben wird. Für die Auszeichnung können sich touristische Unternehmen, die für und in der Stadt tätig sind, bewerben oder vorgeschlagen werden. Sie sollten neue Marketinglösungen oder andere Produkte, die der Vermarktung und Gästebetreuung mit hohem Qualitätsanspruch Rechnung tragen, realisieren. Am 20. März kürt eine Jury den Sieger, die Auszeichnung wird auf einem Elbdampfer vergeben. (SZ)
Zitat: Sächsische Zeitung vom 14.03.2008, Ausgabe Dresden
PS: Wie es ausgegangen ist, erfährt man hier.
Wir zeigen euch Dresden
Die Schüler der Klassen 7b und 10c vom Galileo-Projekt stellten am 26.Oktober ihre Stadtführung "Wir zeigen euch Dresden" der Öffentlichkeit vor. Es ist ein spritziger und lebendiger Stadtrundgang, denn alle Ideen stammen von den Schülern. Nach der Auswahl der Stationen wurden die Texte selbst verfasst. Fama, die Göttin des Gerüchts, kommt heran geschwebt und fragt den Gast, warum es wohl günstig ist, dass sie Flügel und Posaune besitzt, der Rathausmann versichert, dass er auch weiterhin, seine schützende Hand über Dresden hält, aber für die konkreten Beschlüsse nicht verantwortlich ist. Und August der Starke stellt sich mit all seinen Eitelkeiten vor. Während er in Römersandalen nach Polen reitet, trägt die Trümmerfrau festes Schuhwerk, damit sie heil durch die Ruinen des 2. Weltkrieges kommt.
Bevor wir die Texte im Tonstudio aufgenommen haben, baten wir das Stadtmuseum Dresden um eine Begutachtung. Das war wie bei der Abgabe einer Klausur. Und wir haben von den Historikern viel Lob erhalten. Solch eine Professionalität hätten sie nicht erwartet. Jahreszahlen und Zusammenhänge stimmten, der Sichtwinkel auf die Dresdner Geschichte war nicht alltäglich.
Da das Galileo-Projekt eine Anwendung der Satellitennavigation sein soll, ist das alles auf einem PDA-Gerät, einem kleinem tragbaren Computer mit einem großen Bildschirm gespeichert. Beim Einschalten in der historischen Innenstadt erscheint unsere Karte, ein Männchen symbolisiert wo man sich gerade befindet. Kommt man in die Nähe einer unserer Stationen, schaltet das Gerät automatisch auf unser Bild und unsere Tonaufnahme um.
Man kann sich selbst einen Weg zu den Stationen suchen oder eine vorgeschlagene Route nutzen. Natürlich haben die Galileos ihr Wissen aus dem "Barrierefreien Stadtrundgang", der bereits 2007 im Themenstadtstadtplan der Landeshauptstadt veröffentlicht wurde, in die neue Arbeit einbezogen.
Zur Umsetzung unserer Ideen brauchten wir die Hilfe der Dresdner Firmen opinio und mediaproject.
Die Galileos möchten mit ihrer Stadtführung "Wir zeigen euch Dresden" den Tourismus beleben. Hotels und Betriebe können das PDA- Gerät zum Ausleihen an ihre Gäste kaufen. Damit kann der Gast völlig unabhängig von Öffnungszeiten die Stadt Dresden kennenlernen. Er bestimmt selbst, was er sich ansieht und wie lange er unterwegs ist. Sich zu verlaufen ist fast unmöglich. Im März 2009 haben wir unsere Arbeit auf der CeBIT im Rahmen des niedersächsischen Wettbewerbs "Galileo macht Schule" vorgestellt. In der nächsten Zeit werden wir die Texte auch in anderen Sprachen sprechen.
Nähere Informationen zum Stadtrundgang findet man unter www.galileo-dresden.de
Pressekonferenz am 22.05.2007
Barrierefrei zu Zwinger und Oper
Von Caroline Pollmer, Sächsische Zeitung, Mittwoch, 23. Mai 2007
Dresdner Schüler haben einen Stadtrundgang für Rollstuhlfahrer konzipiert.
Es sind mitunter Zentimeter, die darüber entscheiden, wie viel ein Rollstuhlfahrer von einer Stadt sieht. Auch Dresden hat rund um Frauenkirche, Semperoper und Zwinger einige Hindernisse. Diesen widmeten sich Dresdner Gymnasiasten zwei Jahre lang. Gestern nun stellten sie ihren Stadtrundgang für gehandicapte Touristen durch die Altstadt vor. Die Zehntklässler suchten dafür in ihrer Freizeit nach abgesenkten Bordsteinkanten und Haltestellen, nach geeigneten Wegen sowie nach behindertengerecht ausgestatteten Sehenswürdigkeiten, Parkplätzen und Toiletten.
Anstoß des Projekts war der Aufruf des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS an Schüler, Anwendungen für das voraussichtlich 2011 in Betrieb gehende europäische Satellitennavigationssystem Galileo zu finden. Denn die Daten der Dresdner Schüler sollen nicht nur den bereits für Rollstuhlfahrer aufbereiteten Stadtplan auf der Web-site der Landeshauptstadt ergänzen, sondern gemeinsam mit Wirtschaftsunternehmen auch für spezielle Geräte verwendet werden.
Vorerst keine finanzielle Hilfe
So könnten Rollstuhlfahrer mit einem Mini-Computer ähnlich einem Handy durch Dresden fahren. Das Gerät ortet dabei den Standpunkt des Touristen und führt ihn mit Bildern und Texten auf leicht befahrbaren Wegen zu den Sehenswürdigkeiten. Die dafür notwendigen Längen- und Breitengrade haben die Schüler bereits mithilfe von Technik der Hochschule Görlitz/Zittau aufgenommen.
Vertreter der Ministerien, der Verkehrsbetriebe, der Stadt Dresden, der Behindertenverbände sowie von Dresden Werbung begrüßten die Initiative. Finanzielle Mittel wird es jedoch vorerst nicht geben.
Von der Zirkusstraße zur Frauenkirche
Ein barrierefreier Weg durch Dresden
Das Innovationsprojekt "Der intelligente Rollstuhl"
Die Projektgruppe Galileo hat einen Stadtrundgang für Rollstuhlfahrer entwickelt. Mit einem GPS- Gerät wurden die Koordinaten der abgesenkten Bordsteinkanten, der behindertengerechten Eingänge von Sehenswürdigkeiten, der Behindertentoiletten der barrierefreien Haltestellen und der Parkplätze ermittelt.
In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Geoinformatik der Hochschule Zittau/ Görlitz und den Behindertenverbänden haben wir es geschafft, den Themenstadtplan Dresdens (www.dresden.de) damit zu ergänzen. Nach der bald folgenden Übergabe an den Oberbürgermeister wird es also möglich sein, dass sich Rollis weltweit informieren, wie behindertenfreundlich unsere Stadt ist. Und sie werden ohne fremde Hilfe unsere Stadt besichtigen können.
Was hat das alles mit Galileo zu tun?
Partner des Galileo-Projektes
- die Dresdner Verkehrsbetriebe
- das Kompetenzzentrum Geoinformatik der Hochschule Zittau/Görlitz
- EADS, der europäische Raumfahrtskonzern
- der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft Sachsen
- opinio, die Gesellschaft für Bildungssysteme und Kommunikation
- der Rat der Stadt Dresden.
Freiwilliger Test zum Galileoprojekt
- Beschreibe den barrierefreien Weg zur Frauenkirche. Kann ein Rolli auf die Aussichtplattform?
- Wie kommt ein Rolli in die Hofkirche?
- Suche im Internet auf dem Themenstadtplan der Stadt Dresden
- den Eingang in das Schulgebäude,
- deinen Hauseingang.
- Gibt es schon eine Stadt, die einen barrierefreien Stadtrundgang im Internet veröffentlicht hat?
Frau A. Wolf (Projektleiterin)
Herr M. John (Ansprechpartner in der Schule)
