Zu Besuch im Himalayan Children Care and Enviromental Conservation Projekt in Nepal

Kurz vor Weihnachten erhielt das MCG Post von tibetischen SchĂŒlern aus einem Internat des Projektes in Nepal. Johanna Brusch, Alma Lehmann und Herr Ulbricht organisierten kurzfristig kleine Spenden und Antwortbriefe. Diese wurden am 1. Weihnachtsfeiertag ĂŒbergeben.

Es ist der erste Weihnachtsfeiertag in der nepalesischen Stadt Pokhara. Wir, das sind Herr Ulbricht und seine Familie, befinden uns im Internat des Himalayan Children Care and Enviromental Conservation Projektes. Obwohl die Kinder Buddhisten sind und die Einwohner Nepals zu 80 % Hindus, haben die SchĂŒler heute schulfrei. Man feiert hier nicht wirklich das Weihnachtsfest. Im touristischen Teil der Stadt kann man zwar ĂŒberall „Merry Christmas“ und „Happy New Year“ lesen, doch ein Feiertag ist es nicht. Aber das Internat wĂŒrdigt auch die christlichen Feiertage, da es hauptsĂ€chlich von EnglĂ€ndern unterstĂŒtzt wird.

Die Kinder stammen alle aus Mustang, der Bergregion an der Grenze zu Tibet. Tibet wurde 1950 durch China annektiert und das tibetische Volk und deren Kultur seit dem stark unterdrĂŒckt. Viele Tibeter flohen oder schickten ihre Kinder ĂŒber den Himalaja nach Indien oder Nepal. Dort siedelten sie sich vor allem in der Grenzregion an. Da es im Hochgebirge kaum Schulen gibt, schicken die Eltern ihre Kinder in Internate in die tiefergelegenen großen StĂ€dte.

Alle 75 SchĂŒler sitzen im einzigen Gebets-, Versammlungs-, Hausaufgaben-, Tobe- und Fernsehraum. Luise und ihre Freundin Franka, die beide die Kinder schon seit drei Monaten als VolontĂ€re betreuten, verteilen SchokoladenweihnachtsmĂ€nner und SĂŒĂŸigkeiten, die wir aus Dresden mitbrachten. Außerdem hat jedes MĂ€dchen eine Kette, Ohrstecker oder einen Armreifen bekommen, die SchĂŒler des MCG fĂŒr die nepalesischen Kinder spendeten. Die Jungs bekomen Flummis oder andere kleine Spiele. So wird es im Internat fĂŒr kurze Zeit weihnachtlich auch ohne Tannenbaum und Kerzenschein.

Nun ruft Sonam, der Erzieher des tibetischen Kinderheimes, die Namen der SchĂŒler auf, die vor Weihnachten kleine Briefe an unsere Schule sendeten und nun die Antwortbriefe unserer SchĂŒler aus Dresden bekommen. Die Freude ist groß. FĂŒr einige ist es sicher ĂŒberhaupt das erste Mal, dass sie einen Breif erhalten. Johanna Brusch und Alma Lehmann aus der 12. Klasse hat die Briefpartner in Dresden organisiert. Nun hoffen wir, dass sich daraus lĂ€ngere Brieffreundschaften entwickeln werden.

Vielen Dank an alle SchĂŒler, die sich vor Weihnachten so kurzfristig an der Spenden- und Briefaktion beteiligten. Wer ebenfalls Kontakt zu den Kindern in Nepal aufnehmen möchte, kann sich bei Johanna Brusch, Alma Lehmann oder Herrn Ulbricht melden.

Weitere Informationen zu dem Projekt in Nepal befinden sich in diesem  Flyer.