Erfolg bei der internationalen Olympiade der Geowissenschaften 2026 in Turin

Kurz nach dem Start des Schuljahres 2026/27 nahm Eric Otto, Abiturient am Marie-Curie-Gymnasium in Dresden, an der Olympiade der Geowissenschaften teil. Er war einer von vier Jugendlichen, die Deutschland bei der 19. Internationalen Olympiade der Geowissenschaften (IESO) in Turin vertreten durften. Hier trafen vom 20. bis 27. August 2026 rund 160 Teilnehmende aus 40 Ländern aufeinander, um sich in mehreren Wettbewerbskategorien zu messen.

Wichtig zu betonen, so Eric Otto: Dabei gehe es nicht darum, die kleinste Hauptstadt in der EU (Valletta, Malta) oder die Namen der Flüsse in Sachsen zu kennen. Vielmehr wird sich mit Themen wie Geologie, Vulkanologie, Mineralogie beschäftigt, wobei systemübergreifendes und fächerverbindendes Denken als Grundvoraussetzung gesehen wird.

Bei der IESO wird geowissenschaftliches Wissen nicht allein in Tests abgefragt. Die Teilnehmenden mussten unter anderem im Gelände arbeiten, Gesteine und geologische Strukturen untersuchen und Beobachtungen auswerten. Zu den Aufgaben gehörten auch Arbeiten mit Polarisationsmikroskopen und Messungen an einem hochauflösenden 3-D-Modell eines geologischen Aufschlusses.

Die Themen der Solotests umfassten Strukturgeologie, Geodynamik, Vulkanologie, Paläontologie, Hydrogeologie sowie forensische Geologie und vieles mehr. Oftmals waren konkrete Fallbeispiele Teil der Aufgaben – z.B. fossile Spuren auf dem Rand einer Karbonatplattform aus dem Trias – Hauptgegenstand der Fragen.

Schlussendlich erreichte Eric Otto im Einzelwettbewerb eine Bronzemedaille, für die International Team Field Investigation sowie für das Earth Science Project erhielt er mit seinen jeweiligen internationalen Teams je eine Silbermedaille.

„Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich es jemals so weit schaffen würde … dass ich nach der ersten Runde (Schulrunde) der Deutschen Olympiade der Geowissenschaften … in etwas mehr als einem halben Jahr auf internationaler Ebene auflaufen werde. Doch manchmal gehen halt auch die kühnsten Träume in Erfüllung. Hört also nie auf, neue Dinge auszuprobieren, das Ende kann auch die gewaltigsten Überraschungen eures Lebens für euch bereithalten.

Schülerinnen und Schüler der 9. bis 11. Klasse können sich jetzt über ihre Geofachlehrkräfte für die erste Runde der Deutschen Olympiade der Geowissenschaften im November anmelden.

Ebenso möchte ich an alle Leser appellieren: Beschäftigt euch mit dem, was direkt um euch und überall auf unserem Planeten passiert. Beschäftigt euch mit Geowissenschaften und ganz besonders mit dem Klimawandel, macht nicht die Augen zu, sondern versucht dazuzulernen und die Welt um euch besser zu verstehen. Denn Verständnis ist der erste Schritt zur Verbesserung, und der bedürfen wir zurzeit noch gewaltig.“ 

Eric Otto