Bericht aus Wolfsburg (1 + 2)

Die Profiltheatergruppen der 9./ 10. Klassen verteidigen
Sachsen in Wolfsburg. Ihre „Feinde“ sind Theaterkritiker. Eine Woche
lang berichten wir jeden Tag direkt aus einem Internetcafé am Ende der
Welt, nur fĂĽr euch.

Sicher in Wolfsburg gelandet – Notausgang direkt in Sicht (Folge 1)


„Theater muss sein“, steht auf dem T-Shirt des Intendanten des
Wolfsburger Theaters. Wir sind da ganz anderer Meinung: Theater sollte
keine Pflicht sein, es sollte SpaĂź machen, so wie uns.

Auf einer Laola-Welle rollten wir nach Wolfsburg und landeten sicher am
Hauptbahnhof. Umringt von Journalisten schritten wir dann durch die
Innenstadt und wurden von Leuten begafft. Oh, das ist falsch und
unkorrekt: Wir haben hier gelernt sehr direkt zu sein. Also: Leute
schauten uns zu. Die Triumph-Parade wurde fotografiert und am nächsten
Tag konnten wir uns in den Wolfsburger Nachrichten bestaunen. Da stand:

Die Dresdner Laura Licker und Rick Noack lieben es „in andere Rollen zu schlĂĽpfen“.

Dann ging es auf zur Eröffnungsveranstaltung. Das revolutionäre
daran: Jeder noch so „wichtige“ Politiker, der zu lange laberte wurde
mit einer roten Karte des Platzes verwiesen. Dann folgte das erste
TheaterstĂĽck, der private Kinoabend mit „besonderen“ Filmen und eine
Nacht zusammen mit Läusen. Wir schliefen direkt neben dem Notausgang –
einem Fenster. Bis morgen.

Rick, Eric und Laura.

Aus dem Leben eines Koffers (Folge 2)


Dieser Tag bestand im Allgemeinen darin, ein internetfähigen
Computer zu finden um euch das Neueste aus Wolfsburg zu berichten. Denn
da gibt es eine Menge.

Zu erst einmal haben wir heute einen Rekord gebrochen: Sachsen hat sich
am meisten beschwert. Das kam so: Die Unterbringung ist nicht der
Hammer und die Nudeln zum Mittagessen schmeckten nach Kaffee. Das alles
meldeten wir natĂĽrlich brav dem Festivalmagazin. Morgen erscheint es
exklusiv an dieser Stelle (wir werden berichten).

Ansonsten gab es heute viele Workshops. Den Eric stopften wir zum
Beispiel in einen Koffer. Anja lernte mehr oder weniger das Trommeln
und unsere Techniker suchten fĂĽr uns vergeblich W-Lan. Jetzt sitzten
wir nun in dem einzigen offenen Laden: dem Internetcafe. Laura hat
Hunger, meint sie gerade. Das gibt Hinweise auf die Qualität des
Essens. VersĂĽĂźt wurde das durch einen Brandalarm, der die Feuerwehr ins
Theater rief. Bis morgen.

Rick, Eric und Laura