Anschrift: Marie-Curie-Gymnasium
Zirkusstraße 7
01069 Dresden
Telefon: 0351 44008890
more_vertProjekttag 150. Geburtstag von Marie Curie

Die Einschreibung für die Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 erfolgt am 26.09.2017 in der Frühstückspause. Die Schülerinnen und Schüler des MCG werden 150. Geburtstag von Marie Curie am 7. November 2017 mit verschiedenen Projekten und Aktionen begehen. Die geplanten Aktionen erstrecken sich von Praktika in Forschungseinrichtungen über Exkursionen und Workshops bis hin zur Curie-Olympiade und Kunstprojekten. Die Angebote für die einzelnen Klassenstufen findet man auf der Themenseite. Ebenso die Projektbeschreibungen für die Jahrgangsstufen 11 und 12 und die damit verbundenen Festlegungen.

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Die Einschreibung für die Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 erfolgt am 26.09.2017 in der Frühstückspause. Die Schülerinnen und Schüler des MCG werden 150. Geburtstag von Marie Curie am 7. November 2017 mit verschiedenen Projekten und Aktionen begehen. Die geplanten Aktionen erstrecken sich von Praktika in Forschungseinrichtungen über Exkursionen und Workshops bis hin zur Curie-Olympiade und Kunstprojekten. Die Angebote für die einzelnen Klassenstufen findet man auf der Themenseite. Ebenso die Projektbeschreibungen für die Jahrgangsstufen 11 und 12 und die damit verbundenen Festlegungen.

more_vertEcuador : Deutschland 2 : 0 – oder – Schule auf ecuadorianisch

Große dunkelbraune Augen schauen uns sehr aufmerksam an – da sind unsere Herzen schon geschmolzen. Wir stehen in unseren dunkelroten T-Shirts vor der 1. bis 3. Klasse der „Sacha Yachana Huasi Christina“, der Urwaldschule des SELVA-VIVA-Projektes, und erklären, dass und warum wir aus Dresden gekommen sind. Fausto, der Direktor, stellt uns stolz seine Schule vor. Wir präsentieren uns auch vor den Schülern der 4. bis 6. Klasse, die in der Hütte gegenüber Unterricht haben und bei den 3 Schülern der Vorschule. Die älteren Schüler lernen auch Deutsch, sind aber zu schüchtern, um es mit uns zu sprechen.Die Schüler begrüßen uns mit Liedern in Kichwa und Spanisch – wenigstens bei den Vorschülern können wir mit „Bruder Jakob“ in Deutsch und Russisch mithalten. Danach treffen wir uns unter tropischer Sonne auf der Wiese zwischen den 3 Gebäuden und spielen gemeinsam ein ecuadorianisches Katz- und Maus-Spiel. Wir initiieren dann ein paar gemeinsame Runden Twister und mit den Mädchen basteln wir Jonglierbälle aus Flusssand, Folie und Luftballons. Vivien, Johann, Niklas und Jan spielen Fußball mit den Jungs. Die Mannschaftsstärke ist nicht ganz ausgeglichen, denn unsere 4 Spieler müssen gegen eine Vielzahl kleiner flinker ecuadorianischer Beine antreten. So ist der Endstand dann auch 2 : 0 für Ecuador, wobei unsere Mannschaft bei der Hitze größte Ausdauer beweist. Am Ende überreichen wir der Schulleitung die mitgebrachten Fußbälle und deutsche Erstlesebücher sowie Malhefte und mit einem „Aplauso del amor“ geht unser Besuch schon zu Ende. Als wir den Weg hinab zum Fluss und unserem Boot laufen, haben wir das gute Gefühl, sehr gern gesehene Gäste gewesen zu sein und sind gespannt auf die weiterführende Schule in Tena, wo die älteren Kinder der Gegend leben und lernen.

closeEcuador : Deutschland 2 : 0 – oder – Schule auf ecuadorianisch

Große dunkelbraune Augen schauen uns sehr aufmerksam an – da sind unsere Herzen schon geschmolzen. Wir stehen in unseren dunkelroten T-Shirts vor der 1. bis 3. Klasse der „Sacha Yachana Huasi Christina“, der Urwaldschule des SELVA-VIVA-Projektes, und erklären, dass und warum wir aus Dresden gekommen sind. Fausto, der Direktor, stellt uns stolz seine Schule vor. Wir präsentieren uns auch vor den Schülern der 4. bis 6. Klasse, die in der Hütte gegenüber Unterricht haben und bei den 3 Schülern der Vorschule. Die älteren Schüler lernen auch Deutsch, sind aber zu schüchtern, um es mit uns zu sprechen.Die Schüler begrüßen uns mit Liedern in Kichwa und Spanisch – wenigstens bei den Vorschülern können wir mit „Bruder Jakob“ in Deutsch und Russisch mithalten. Danach treffen wir uns unter tropischer Sonne auf der Wiese zwischen den 3 Gebäuden und spielen gemeinsam ein ecuadorianisches Katz- und Maus-Spiel. Wir initiieren dann ein paar gemeinsame Runden Twister und mit den Mädchen basteln wir Jonglierbälle aus Flusssand, Folie und Luftballons. Vivien, Johann, Niklas und Jan spielen Fußball mit den Jungs. Die Mannschaftsstärke ist nicht ganz ausgeglichen, denn unsere 4 Spieler müssen gegen eine Vielzahl kleiner flinker ecuadorianischer Beine antreten. So ist der Endstand dann auch 2 : 0 für Ecuador, wobei unsere Mannschaft bei der Hitze größte Ausdauer beweist. Am Ende überreichen wir der Schulleitung die mitgebrachten Fußbälle und deutsche Erstlesebücher sowie Malhefte und mit einem „Aplauso del amor“ geht unser Besuch schon zu Ende. Als wir den Weg hinab zum Fluss und unserem Boot laufen, haben wir das gute Gefühl, sehr gern gesehene Gäste gewesen zu sein und sind gespannt auf die weiterführende Schule in Tena, wo die älteren Kinder der Gegend leben und lernen.

more_vertMit Riesendonuts durch den Urwald

Nun ging es auf historische Tour, denn wir traten in die Fußstapfen des oben schon genannten Francisco Orellana. Wir ließen uns ebenfalls flussabwärts treiben, allerdings nicht in einem Boot sondern in gigantischen Donuts. Dies war kein sehr ungefährliches Unterfangen, da wir unter anderem auch durch sehr viele Stromschnellen gespült wurden. Neben zahlreichen Wasserschlachten mit den Lehrern verloren wir auch das Boot, welches uns eigentlich beaufsichtigen sollte, aus den Augen. Doch überlebten wir alle das spannende Abenteuer und gingen anschließen noch mit Klamotten baden. Klitsch-nass und in sengender, schwül-warmer Hitze wateten durch den Regenwald nach Hause. Auf dem Weg redeten wir über die verschiedensten Dinge, unter Anderem fiel uns auf, dass Legosteine schlimmer sind, als Kleinwüchsige, welche auf der Rolltreppe anderen Mädchen unter den Rock schauen. Nach anschließendem „Wet T-shirt Contest“ unter der Gemeinschaftsdusche, schafften wir unsere Isomatten und Schlafsäcke auf das Dach, da wir fest vorhatten im Freien zu schlafen.

closeMit Riesendonuts durch den Urwald

Nun ging es auf historische Tour, denn wir traten in die Fußstapfen des oben schon genannten Francisco Orellana. Wir ließen uns ebenfalls flussabwärts treiben, allerdings nicht in einem Boot sondern in gigantischen Donuts. Dies war kein sehr ungefährliches Unterfangen, da wir unter anderem auch durch sehr viele Stromschnellen gespült wurden. Neben zahlreichen Wasserschlachten mit den Lehrern verloren wir auch das Boot, welches uns eigentlich beaufsichtigen sollte, aus den Augen. Doch überlebten wir alle das spannende Abenteuer und gingen anschließen noch mit Klamotten baden. Klitsch-nass und in sengender, schwül-warmer Hitze wateten durch den Regenwald nach Hause. Auf dem Weg redeten wir über die verschiedensten Dinge, unter Anderem fiel uns auf, dass Legosteine schlimmer sind, als Kleinwüchsige, welche auf der Rolltreppe anderen Mädchen unter den Rock schauen. Nach anschließendem „Wet T-shirt Contest“ unter der Gemeinschaftsdusche, schafften wir unsere Isomatten und Schlafsäcke auf das Dach, da wir fest vorhatten im Freien zu schlafen.

more_vertDer Tschontscho, der Tsuntsu und der Sontso – 3 Worte in Kichwa

Heute Vormittag regnete es und die Temperaturen waren durch den bewölkten Himmel sehr angenehm. Doch nun starteten wir zu unserer Aufforstungsaktion und die Sonne brannte heißer als wir es bisher erlebt hatten. Zum Glück holte uns Remigio Canelos mit einem Pickup ab. Dass hieß, einige von uns konnten auf der Ladefläche des Autos mitfahren. So gab es einen heißen Streit um kühle Plätze. Was aber noch niemand wusste, die Jungs von der Ladefläche mussten später beim Aufladen der Baumsetzlinge doppelt schuften. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon an der Finca Liza. Die Finca liegt am Rand des Selva viva Schutzwaldes. Wildhüter Rubén erzählte uns, dass sie vor sieben Jahren von ihrem vorhergehenden Besitzer verlassen wurde. Es war ein Amerikaner, der auf dem Land einer ehemaligen Kakaoplantage eine ökologische Baumschule aufbauen wollte. Als er merkte, dass niemand seine Bäume kaufte, verkaufte er das Grundstück an Selva viva. Der ursprüngliche Plan war es nun daraus eine Finca zur Schulung der Bauern der Region zum ökologischen Landbau aufzubauen. Bisher war es aber noch nicht möglich eine geeignete Person zu finden, diese Finca zu leiten. So entschloss man sich, den sich langsam entwickelnden Sekundärwald zu unterstützen. Remigio erklärte uns, dass es etwa 100 Jahre dauern würde bis die Kakaoplantage wieder richtiger Urwald wäre. Jetzt konnte man schon sehen, wie viele kleine Bäume das Land wieder in Besitz genommen haben, die die Kakaobäume schon überragen. Es sind aber weniger Arten, so dass der Sekundärwald noch sehr artenarm ist. Nun möchte man den Prozess beschleunigen. Remigio und seine Waldhüter hatten schon begonnen, verschiedene Sorten auf der Plantage zu pflanzen. Wir sollen dies fortsetzen. Da wir und die Pflanzen nicht gleichzeitig in und auf das Auto passten, teilte man uns in 2 Gruppen. Gruppe 1 mit Rubén wurde zuerst hingefahren und machte „Sightseeing“ auf der alten Farm. Gruppe 2 mit Wildhüter Jaime ludt die Setzlinge auf und ging bei Ankunft sofort ans Werk. Noch beim Gehen oder eher Stürzen durch den sehr feuchten, teilweise sumpfigen Plantagenwald, redete Jaime ständig auf uns ein. Doch leider war Herr Ulbricht in der anderen Gruppe und so kam uns alles sehr spanisch vor und verstanden nichts. Sehr wort- und gestenreich erklärte er uns, was zu tun wäre. Mit dem Pflanzspaten ein 20 cm tiefes Loch ausheben – Den Setzling reinsetzen und anschließend das Loch wieder locker mit Erde füllen. Also eigentlich kein großes Ding, aber alles bei 35 Grad im Schatten. Jaime stand daneben und erzählte die ganze Zeit lachend von Tschontscho, Tsuntsu und Sontso. Dabei fuchtelte er mit den Armen rum, lachte und animierte uns die Worte nachzusprechen. Das amüsierte ihn dann noch einmal mehr, so dass er sich fast den Bauch vor Lachen halten musste. Es war so lustig, dass wir kaum noch pflanzten, sondern nur noch gemeinsam lachten. Aber eigentlich verstanden wir nur „Bahnhof“. Doch dann kam Herr Ulbricht und die Sprachschule ging in Runde 2. Nachdem auch Herr Ulbricht unter tränenreichem Lachen die drei Wörter endlos wiederholen musste und er aber die Erklärung Jaimes verstand, lüftete sich das Geheimnis. „Tschontscho“ ist der Name des Baumes den wir pflanzten. „Tsuntsu“ heißt in Kichwa der Arme und „Sontso“ ist der Dumme. Nach anderthalb Stunden trafen wir dann wieder auf die andere Gruppe und hatten etwa 10 Bäume gepflanzt. Nun haben wir also noch 2 Tage um die restlichen 140 Setzlinge einzupflanzen.

closeDer Tschontscho, der Tsuntsu und der Sontso – 3 Worte in Kichwa

Heute Vormittag regnete es und die Temperaturen waren durch den bewölkten Himmel sehr angenehm. Doch nun starteten wir zu unserer Aufforstungsaktion und die Sonne brannte heißer als wir es bisher erlebt hatten. Zum Glück holte uns Remigio Canelos mit einem Pickup ab. Dass hieß, einige von uns konnten auf der Ladefläche des Autos mitfahren. So gab es einen heißen Streit um kühle Plätze. Was aber noch niemand wusste, die Jungs von der Ladefläche mussten später beim Aufladen der Baumsetzlinge doppelt schuften. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon an der Finca Liza. Die Finca liegt am Rand des Selva viva Schutzwaldes. Wildhüter Rubén erzählte uns, dass sie vor sieben Jahren von ihrem vorhergehenden Besitzer verlassen wurde. Es war ein Amerikaner, der auf dem Land einer ehemaligen Kakaoplantage eine ökologische Baumschule aufbauen wollte. Als er merkte, dass niemand seine Bäume kaufte, verkaufte er das Grundstück an Selva viva. Der ursprüngliche Plan war es nun daraus eine Finca zur Schulung der Bauern der Region zum ökologischen Landbau aufzubauen. Bisher war es aber noch nicht möglich eine geeignete Person zu finden, diese Finca zu leiten. So entschloss man sich, den sich langsam entwickelnden Sekundärwald zu unterstützen. Remigio erklärte uns, dass es etwa 100 Jahre dauern würde bis die Kakaoplantage wieder richtiger Urwald wäre. Jetzt konnte man schon sehen, wie viele kleine Bäume das Land wieder in Besitz genommen haben, die die Kakaobäume schon überragen. Es sind aber weniger Arten, so dass der Sekundärwald noch sehr artenarm ist. Nun möchte man den Prozess beschleunigen. Remigio und seine Waldhüter hatten schon begonnen, verschiedene Sorten auf der Plantage zu pflanzen. Wir sollen dies fortsetzen. Da wir und die Pflanzen nicht gleichzeitig in und auf das Auto passten, teilte man uns in 2 Gruppen. Gruppe 1 mit Rubén wurde zuerst hingefahren und machte „Sightseeing“ auf der alten Farm. Gruppe 2 mit Wildhüter Jaime ludt die Setzlinge auf und ging bei Ankunft sofort ans Werk. Noch beim Gehen oder eher Stürzen durch den sehr feuchten, teilweise sumpfigen Plantagenwald, redete Jaime ständig auf uns ein. Doch leider war Herr Ulbricht in der anderen Gruppe und so kam uns alles sehr spanisch vor und verstanden nichts. Sehr wort- und gestenreich erklärte er uns, was zu tun wäre. Mit dem Pflanzspaten ein 20 cm tiefes Loch ausheben – Den Setzling reinsetzen und anschließend das Loch wieder locker mit Erde füllen. Also eigentlich kein großes Ding, aber alles bei 35 Grad im Schatten. Jaime stand daneben und erzählte die ganze Zeit lachend von Tschontscho, Tsuntsu und Sontso. Dabei fuchtelte er mit den Armen rum, lachte und animierte uns die Worte nachzusprechen. Das amüsierte ihn dann noch einmal mehr, so dass er sich fast den Bauch vor Lachen halten musste. Es war so lustig, dass wir kaum noch pflanzten, sondern nur noch gemeinsam lachten. Aber eigentlich verstanden wir nur „Bahnhof“. Doch dann kam Herr Ulbricht und die Sprachschule ging in Runde 2. Nachdem auch Herr Ulbricht unter tränenreichem Lachen die drei Wörter endlos wiederholen musste und er aber die Erklärung Jaimes verstand, lüftete sich das Geheimnis. „Tschontscho“ ist der Name des Baumes den wir pflanzten. „Tsuntsu“ heißt in Kichwa der Arme und „Sontso“ ist der Dumme. Nach anderthalb Stunden trafen wir dann wieder auf die andere Gruppe und hatten etwa 10 Bäume gepflanzt. Nun haben wir also noch 2 Tage um die restlichen 140 Setzlinge einzupflanzen.

more_vertUnser tägliches Transportmittel

Der Motor stottert und plötzlich ist Ruhe. Der Motor ist aus. Wir treiben mit unserem Kanu flussabwärts. Schon zum wiederholten Male fällt auf einer unserer Touren mit dem Kanu der Motor aus. Nur diesmal sind wir an der Mündung zum Rio Napo, einem der großen Zuflüsse des Amazonas. Die Strömung ist reißend stark. Man kann den Höhenunterschied der zwei Flussebenen mit dem bloßen Auge sehen. Jeder musste gleich an die Geschichte von Francisco de Orellana denken, dem spanischen Eroberer, der um 1540 ebenfalls mit einem Boot auf dem Napo unterwegs war. Eigentlich sollte er nur mit ein paar Soldaten Proviant besorgen. Da die Strömung aber immer stärker wurde, konnte er mit seinen Begleitern nicht mehr zurück zu seiner Kompanie. So trieb und segelte er 9 Monate auf den Flüssen entlang und gelangte am Ende unfreiwillig als erster Bezwinger des Amazonas an dessen Mündung im Atlantik an. Er berichtete unter anderem von einem Volk mit hochgewachsenen kriegerischen Frauen dem sie begegnet wären. Nach diesen Amazonen wurde der wasserreichste Fluss der Erde benannt. Die Amazonen wurden aber niemals wieder gesehen.   Wir hatten noch einmal Glück. Unser Bootsführer brachte die Situation schnell wieder unter Kontrolle und wir konnten unseren Ausflug nach Ahuano fortsetzen.

closeUnser tägliches Transportmittel

Der Motor stottert und plötzlich ist Ruhe. Der Motor ist aus. Wir treiben mit unserem Kanu flussabwärts. Schon zum wiederholten Male fällt auf einer unserer Touren mit dem Kanu der Motor aus. Nur diesmal sind wir an der Mündung zum Rio Napo, einem der großen Zuflüsse des Amazonas. Die Strömung ist reißend stark. Man kann den Höhenunterschied der zwei Flussebenen mit dem bloßen Auge sehen. Jeder musste gleich an die Geschichte von Francisco de Orellana denken, dem spanischen Eroberer, der um 1540 ebenfalls mit einem Boot auf dem Napo unterwegs war. Eigentlich sollte er nur mit ein paar Soldaten Proviant besorgen. Da die Strömung aber immer stärker wurde, konnte er mit seinen Begleitern nicht mehr zurück zu seiner Kompanie. So trieb und segelte er 9 Monate auf den Flüssen entlang und gelangte am Ende unfreiwillig als erster Bezwinger des Amazonas an dessen Mündung im Atlantik an. Er berichtete unter anderem von einem Volk mit hochgewachsenen kriegerischen Frauen dem sie begegnet wären. Nach diesen Amazonen wurde der wasserreichste Fluss der Erde benannt. Die Amazonen wurden aber niemals wieder gesehen.   Wir hatten noch einmal Glück. Unser Bootsführer brachte die Situation schnell wieder unter Kontrolle und wir konnten unseren Ausflug nach Ahuano fortsetzen.

more_vertDschungelexpedition- Klappe die Erste

„Hola, me llamo Io. Mi nombre es una palabra kichwa qué significa hormiga en castellano.“ So begrüßte uns unser indianischer Führer vom Volk der Kichwa zu unserer ersten Dschungelexkursion „Ich heiße Io. Mein Name ist ein Wort in Kichwa und bedeutet Ameise.“ Endlich war es so weit: Keine langen Fahrten mehr, nur noch der Urwald mit seinen unendlichen Weiten. So erwachten wir vor Aufregung an diesem Tag schon sehr früh und starteten von unserer Unterkunft, dem Haus von Christine von Steiger, der schweizer Präsidentin von Selva viva, zur Expedition. In einem Boot, die hier als Busse bzw. als Taxis funktionieren, da es hier keine Staßen und Autos gibt, ging es zur Liana Lodge und von dort direkt in den Urwald. Zu Beginn der Expedition, bekamen wir echte Urwald-Kriegsbemalungen aus dem natürlichen Farbstoff einer Pflanze mit roten Früchten ( der Achote). Damit waren wir bereit für den Urwald. Mit einer Machete bewaffnet ging Io voran und wir folgten in Gummistiefeln. Nun ging es durch knöchelteifen Schlamm, fast knietiefe Bäche und schier undurchdringliches Dickicht. Io zeigte uns handtellergroße Spinnen, Schmetterlinge – die bei ausgebreiteten Flügeln einem Uhu-Kopf gleichen, Palmen – die wandern können, Früchte mit denen sich die Affen kämmen und viele weitere interessante Pflanzen und Tiere. Wir kletterten wie Tarzan an Lianen rauf und runter und probierten „echtes“ Drachenblut, welches bei vielerlei Erkrankungen und Verwundungen als Medizin hilft, aber den Mund so stark austrocknet, dass Henriette dachte Holz im Mund zu haben. Nach 2,5 Stunden erreichten wir wieder das Ufer des Rio Arajuno, einem Nebenfluss des Rio Napo. Aber damit war der interessante Tag noch nicht beendet. Glückliche bzw. unglückliche Pärchen im Urwald Nach unserer gelungenen Urwaldexpedition ging es sofort los zur AmaZOOnico Tierauffangstation. Das AmaZOOnico ist ein Zufluchtsort für Regenwaldtiere jeglicher Art, welche nicht artgerecht gehalten bzw. behandelt wurden. Wir lernten die zum Teil sehr traurigen Geschichten der einzelnen Tiere kennen. Wie zum Beispiel die Geschichte eines kleinen Kaimans, welcher in einer Hotellobby als Touristenattraktion missbraucht wurde. Wir sahen eine Schildkröte, deren Panzer durchbohrt wurde, um sie anzubinden, Papageien, denen die Flügel gebrochen wurden, damit sie nicht wegfliegen (und das aus Liebe!!?!!) und vieles mehr. Auch gab es ein Papageienpärchen aus zwei unterschiedlichen Arten, die aus diesem Grund von den anderen Papageien attakiert wurden und so in ein extra Gehege gesteckt werden mussten. Außerdem gab es eine Killeraffenfamilie, wo der Vater der Familie andere kleine Äffchen gerne meuchelte´aber seine Familie sehr liebevoll behandelt, sodass das Jungendamt (noch) nicht anrücken musste. Unter Anderem kamen wir auch am Ozelottgehege vorbei. Ozelotts sind eigentlich kleine leopardenähnliche Tierchen, welche ziemlich niedlich aussehen, solang man sie aus der Ferne beobachtet. Dies wollte so mancher nicht beachten. Jan ging näher an den Käfig heran und wurde somit auch gleich vom Ozelott auserwählt und als sein Besitz markiert. Nach dem „Ja- Wort“ der beiden mussten wir leider wieder zurück zur Liana Lodge, um dort noch einmal die letzten Reste des WLAN`s abzugreifen. Der Ausflug zum AmaZOOnico machte uns aber schon etwas betroffen. Max, unser Führer vor Ort, erklärte uns, dass ein Drittel der von Polizei, Zoll, Umweltministerium und aufmerksamer Bevölkerung zum AmaZOOnico gebrachten Tiere wieder ausgewildert werden können. Das zweite Drittel wird für immer im AmaZOOnico verbleiben, da sie nicht mehr auswilderbar sind. Und das letzte Drittel stirbt schon auf dem Weg zum AmaZOOnico, da der Transport in Ecuador häufig für die Tiere sehr strapaziös ist.

closeDschungelexpedition- Klappe die Erste

„Hola, me llamo Io. Mi nombre es una palabra kichwa qué significa hormiga en castellano.“ So begrüßte uns unser indianischer Führer vom Volk der Kichwa zu unserer ersten Dschungelexkursion „Ich heiße Io. Mein Name ist ein Wort in Kichwa und bedeutet Ameise.“ Endlich war es so weit: Keine langen Fahrten mehr, nur noch der Urwald mit seinen unendlichen Weiten. So erwachten wir vor Aufregung an diesem Tag schon sehr früh und starteten von unserer Unterkunft, dem Haus von Christine von Steiger, der schweizer Präsidentin von Selva viva, zur Expedition. In einem Boot, die hier als Busse bzw. als Taxis funktionieren, da es hier keine Staßen und Autos gibt, ging es zur Liana Lodge und von dort direkt in den Urwald. Zu Beginn der Expedition, bekamen wir echte Urwald-Kriegsbemalungen aus dem natürlichen Farbstoff einer Pflanze mit roten Früchten ( der Achote). Damit waren wir bereit für den Urwald. Mit einer Machete bewaffnet ging Io voran und wir folgten in Gummistiefeln. Nun ging es durch knöchelteifen Schlamm, fast knietiefe Bäche und schier undurchdringliches Dickicht. Io zeigte uns handtellergroße Spinnen, Schmetterlinge – die bei ausgebreiteten Flügeln einem Uhu-Kopf gleichen, Palmen – die wandern können, Früchte mit denen sich die Affen kämmen und viele weitere interessante Pflanzen und Tiere. Wir kletterten wie Tarzan an Lianen rauf und runter und probierten „echtes“ Drachenblut, welches bei vielerlei Erkrankungen und Verwundungen als Medizin hilft, aber den Mund so stark austrocknet, dass Henriette dachte Holz im Mund zu haben. Nach 2,5 Stunden erreichten wir wieder das Ufer des Rio Arajuno, einem Nebenfluss des Rio Napo. Aber damit war der interessante Tag noch nicht beendet. Glückliche bzw. unglückliche Pärchen im Urwald Nach unserer gelungenen Urwaldexpedition ging es sofort los zur AmaZOOnico Tierauffangstation. Das AmaZOOnico ist ein Zufluchtsort für Regenwaldtiere jeglicher Art, welche nicht artgerecht gehalten bzw. behandelt wurden. Wir lernten die zum Teil sehr traurigen Geschichten der einzelnen Tiere kennen. Wie zum Beispiel die Geschichte eines kleinen Kaimans, welcher in einer Hotellobby als Touristenattraktion missbraucht wurde. Wir sahen eine Schildkröte, deren Panzer durchbohrt wurde, um sie anzubinden, Papageien, denen die Flügel gebrochen wurden, damit sie nicht wegfliegen (und das aus Liebe!!?!!) und vieles mehr. Auch gab es ein Papageienpärchen aus zwei unterschiedlichen Arten, die aus diesem Grund von den anderen Papageien attakiert wurden und so in ein extra Gehege gesteckt werden mussten. Außerdem gab es eine Killeraffenfamilie, wo der Vater der Familie andere kleine Äffchen gerne meuchelte´aber seine Familie sehr liebevoll behandelt, sodass das Jungendamt (noch) nicht anrücken musste. Unter Anderem kamen wir auch am Ozelottgehege vorbei. Ozelotts sind eigentlich kleine leopardenähnliche Tierchen, welche ziemlich niedlich aussehen, solang man sie aus der Ferne beobachtet. Dies wollte so mancher nicht beachten. Jan ging näher an den Käfig heran und wurde somit auch gleich vom Ozelott auserwählt und als sein Besitz markiert. Nach dem „Ja- Wort“ der beiden mussten wir leider wieder zurück zur Liana Lodge, um dort noch einmal die letzten Reste des WLAN`s abzugreifen. Der Ausflug zum AmaZOOnico machte uns aber schon etwas betroffen. Max, unser Führer vor Ort, erklärte uns, dass ein Drittel der von Polizei, Zoll, Umweltministerium und aufmerksamer Bevölkerung zum AmaZOOnico gebrachten Tiere wieder ausgewildert werden können. Das zweite Drittel wird für immer im AmaZOOnico verbleiben, da sie nicht mehr auswilderbar sind. Und das letzte Drittel stirbt schon auf dem Weg zum AmaZOOnico, da der Transport in Ecuador häufig für die Tiere sehr strapaziös ist.