Herr Lodel | 31.05.10Bericht vom Besuch in Polen
An unserer Schule gibt es jährlich einen Austausch mit unserer Partnerschule in Józefów in Polen. Dieses Jahr fand er bereits das 5. Mal statt. Wir, 15 Schüler aus den 8. Klassen, fuhren am 3. Mai 2010 um 9:04 Uhr auf dem Dresdner Hauptbahnhof los um eine lustige, lehrreiche und wunderschöne Woche zu genießen. Am Abend wurden wir am Warschauer Hauptbahnhof von unseren Gastfamilien empfangen, die uns schon sehnsüchtig erwarteten. Von ihnen wurden wir nach Józefów gefahren, was eine halbe Autostunde von Warschau entfernt liegt. Dort sind die Schule und das Zuhause der meisten Gastschüler.
Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Warschau, um die schönsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Selbst das langweiligste Museum konnte unsere gute Laune und unseren positiven Eindruck von Warschau nicht trüben. Den Tag ließen wir an der, der Schule beigefügten, Schwimmhalle ausklingen.
Am Mittwoch besichtigten wir Żelazowa Wola, die Geburtsstadt von Frédéric Chopin, einem Komponisten für Klaviermusik. Wieder zurück in Warschau besichtigten wir das Chopin-Museum, was sehr eindrucksvoll gestaltet war. Anschließend genossen wir einige Stunden in einem sehr großen Einkaufszentrum mit Souvenirs kaufen, essen und einfach nur umhergehen und schauen, was es denn sonst noch tolles zu kaufen gibt. Abends genossen wir den wunderbaren Anblick einer Großstadt, wie Warschau, bei Nacht.
Am Donnerstag hatten wir die erste Stunde mit unseren Austauschschülern Unterricht, das war je nach Klasse Polnisch, Sport, Geschichte oder Schwimmen. Anschließend haben wir mit unseren polnischen Partnern ein Projekt gemacht in dem wir Masken gestaltet haben.
Danach waren wir erst in der riesigen, wunderbaren Turnhalle und duften uns dort mit Volleyball-, Fußball- und Basketballspielen vergnügen und dann waren wir noch einmal in der Schwimmhalle. Ab 17 Uhr haben wir, als die deutsche Gruppe, ein kleines Programm aufgeführt, bevor es dann ein leckeres Abendesssen und eine kleine Party gab.
Der Freitag war eigentlich nur noch Zurückreise. Uns allen fiel es sehr schwer von unseren Austauschpartnern, die inzwischen viel mehr als nur das waren, Abschied zu nehmen.
Am Schluss ist zu sagen, dass wir es auf jeden Fall an alle nachfolgenden Jahrgänge nur weiterempfehlen können, denn es war eine Reise, die uns alle sehr begeistert hat, die unsere Englischkenntnisse verbessert hat und die Freundschaften hat entstehen lassen.
An dieser Stelle auch ein Dank an alle Lehrer, die den Austausch jedes Jahr organisieren.
Von Elisabeth Zimmermann, Klasse 8b
Weitere Berichte: Projekte » Warschau
Herr Lodel | 29.03.10Cześć – Ein Tag auf Polnisch
Am
Freitag, den 12.3. ging es für uns, 13 Schüler und Schülerinnen
aus den 8. Klassen, sowie Frau Pforr und Frau Peschel nach Leipzig um
uns auf unseren Austausch nach Polen, der Anfang Mai stattfinden
wird, vorzubereiten.
Der Tag
begann mit einer sehr lustigen Zugfahrt um 9 Uhr auf dem Dresdner
Hauptbahnhof.
Gegen 11
Uhr waren wir dann im Polnischen Institut. Das Programm
begann mit einem sehr interessanten Vortrag über die Geschichte
zwischen Polen und Sachsen.
Anschließend
wurden wir in die typischen Traditionen des polnischen Osterfestes
eingeweiht. Wir veranstalteten einen kleinen Ostereierwettbewerb,
in dem es darum ging, sein Osterei möglichst lange ganz zu behalten.
Nachher durften wir es aber trotzdem essen.
Als
nächstes gab es ein typisch polnisches Gericht zum Mittagessen, das uns allen sehr, sehr, sehr gut schmeckte!
Danach
hatten wir einen kurzen Polnisch-Crash-Kurs.
Am Ende
durften wir unser heute erlerntes Wissen in einem kleinen Spiel
testen. Die Gruppe von Lisa, Elli , Paul und Lucas gewann und bekam
einige polnische Süßigkeiten.
Um 15
Uhr ging es dann wieder los nach Dresden.
Nach
diesem Tag sind wir optimal auf den Austausch vorbereitet! Ein großes
Dankeschön an die netten Leute von dem Institut!
Elisabeth Zimmermann aus der 8b
Mit Toleranz nach Europa
Schüleraustauschprojekt mit dem Gimnazjum nr 1 in Józefów (Polen)
Unser Projekt beinhaltet kreativ-kooperatives Zusammenarbeiten zwischen Lehrern und Schülern des
Marie-Curie-Gymnasiums Dresden und des Gimnazjum nr 1 in Józefów.
Prozessorientiertes, erfahrbares,
ganzheitliches Lernen bildet den Rahmen des Projektes. Unser Projekt, welches interkulturelles Lernen
und Handeln, Toleranzerziehung und Demokratieverständnis zum Inhalt hat, ist in das Netzwerk der
UNESCO-Projektschulen integriert.
Das Schüleraustauschprojekt wird gefördert von der Sächsischen Bildungsagentur und vom
Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

Wie alles begann

Im Januar 2005 erreichte uns aus Józefów in der Nähe von Warschau das Angebot für einem Schüleraustausch.
Da wir als UNESCO-Projektschule die Zusammenarbeit mit Schulen in anderen Ländern pflegen wollen und der
Name von Marie Curie mit Polen und insbesondere Warschau eng verbunden ist, waren wir an einer solchen
Partnerschaft natürlich interessiert. Gemeinsame Aktivitäten mit Polen gab es schon im Rahmen des
„Spurensuche“-Projektes, welches aber mittlerweile ausgelaufen ist. So ergab sich nun eine neue
Möglichkeit, Kontakte mit unserem östlichen Nachbarland zu knüpfen.
Die polnische Seite schlug auch schon das Thema „Mit Toleranz nach Europa“ vor. So lag es nahe,
dass mit Frau Fink einer Ethik-Lehrerin die Leitung des Projektes anvertraut wurde.
Die ersten Schritte

Frau Fink scharte zunächst eine Reihe interessierter Kollegen um sich: Frau Balten, Frau Knittel, Frau
Krieger, Frau Peschel, Frau Pforr, Herrn Popien und Herrn Lodel. In dieser ersten Phase ging es darum,
Ideen für die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung des Projektes zu sammeln, diese mit den
polnischen Kollegen zu koordinieren (vornehmlich per E-Mail) und natürlich Schüler unseres Gymnasiums
für eine Mitarbeit zu begeistern. Schüler der damals 7. bis 9. Klassen wurden zu ihren Ideen und
Vorschlägen befragt.
Als Formen der Auseinandersetzung mit dem Thema Toleranz wurden unter anderem vorgeschlagen:
eine Umfrage, ein künstlerischer Wettbewerb, eine Debatte. Unter dem Motto: „Wir stellen uns vor:
Dies ist unsere Schule, unsere Stadt“ wird von beiden Schulen eine Präsentation vorbereitet.
Es wird konkret

Wichtig für den Aufbau einer Partnerschaft sind individuelle Kontakte. Damit sich die richtigen
Partner finden, fertigten die Dresdner Projektteilnehmer „Steckbriefe“ von sich an, aus denen sich die
polnischen Schüler die passenden Partner heraussuchten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich
mittlerweile ein reger Email-Verkehr zwischen Dresden und Józefów entwickelt. Parallel dazu wurde von
den Lehrern beider Schulen weiter am Programm „gefeilt“ und erste Terminabsprachen getroffen.
Erster Besuch...
Anfang November 2005 war es dann soweit: zwei Lehrerinnen aus Józefów kamen nach Dresden.
Frau Gromadzka und Frau Kierska stellten den am Projekt beteiligten Schülern und Lehrern des
Marie-Curie-Gymnasiums sich selbst, ihre Schule und die Stadt Józefów vor. Natürlich gab es auch
viele Fragen zu beantworten. Im weiteren Verlauf ihres Aufenthalts lernten sie unser Gymnasium und –
geführt durch unsere Schüler – Dresden kennen. Darüber hinaus wurde auch weiter an der Konzeption des
Projektes gearbeitet.
... und Gegenbesuch

Fünf Wochen später begaben sich Frau Fink, Frau Peschel und Herr Lodel auf die Reise nach Warschau,
um unsere Partnerschule und ihr Umfeld näher kennen zu lernen. Die polnischen Lehrerinnen bereiteten ihren
Dresdner Kollegen einen herzlichen Empfang. Auf dem Plan standen neben einer Führung durch das Schulgebäude
(von polnischen Schülern in deutscher Sprache) und dem Besuch von Unterrichtsstunden die Besichtigung von
Józefów und dem Nachbarort Otwock (sprich: Otwotsk), ein Ausflug ins nahe Warschau sowie die Ausarbeitung
des Programms für den Besuch der Dresdner Schüler in Józefów im Frühjahr 2006. Mit letzterem verbunden war
auch das zeitraubende (aber notwendige) Ausfüllen diverser Fördermittel-Anträge.
Reisevorbereitungen
Für Mai 2006 ist nun der erste Besuch von Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums in Józefów geplant.
Es werden 15 Schüler der Klassenstufen 8 und 10 gemeinsam mit Frau Balten und Frau Krieger nach Polen
reisen. In Vorbereitung der Fahrt arbeiteten die Schüler an verschiedenen Projekten, deren Ergebnisse
sie dann in Józefów präsentieren werden. Themen dieser Projekte sind: Traditionen in Europa, Präsentation
der Schule und der Stadt (Video, PPP), Toleranz der Dresdner (Umfrage) sowie Europas Geschichte und
Zukunft. Am 11. April wurden im Rahmen eines Projekttages die bisherigen Ergebnisse gesichtet,
überarbeitet und zur Präsentation vorbereitet.
So sieht sich die polnische Schule selbst
Das Gymnasium Nr. 1 in Józefów
Józefów ist eine Kleinstadt in Masowien. Hier wohnen etwa 15.000 Einwohner. Józefów ist nur 21 Kilometer
vom Zentrum der polnischen Hauptstadt Warschau entfernt.
Die Umgebung ist reich an Kieferwäldern. Die Stadt, kann man sagen, ist mitten im Wald gelegen und der Fluss Świder bildet hier einzigartige Landschaften.
Das Gymnasium
Seit September 2001 arbeitet das Gymnasium in Józefów in einem neuen modernen Gebäude. In
der Schule lernen im Schuljahr 2005/2006 722 Schüler und Schülerinnen im Alter zwischen 13 und
16 Jahren und unterrichten 64 Lehrer.
Zur Verfügung stehen allen die Facharbeitsräume, die sehr gut ausgerüstet sind.
Nach den Unterrichtsstunden arbeiten in unserem Gymnasium viele Arbeitsgemeinschaften, z.B.:
Sport-AG, Theater-AG, Junge-EU-Leute-AG, Kunst-AG, GLOBE-AG u.a. - so entwickeln unsere Schüler
ihre Interessen.
Im Rahmen des internationalen Programms beschäftigt sich die GLOBE-AG mit der Untersuchung von Hydrologie
und der Pflanzendecke unserer Umgebung. Jede Woche untersuchen die Schüler Sauberkeit des Wassers
im Fluss Świder.
Zusammenarbeit mit dem Ausland
Im Gymnasium haben die Schüler die Möglichkeit viele Fremdsprachen, wie Englisch, Deutsch,
Französisch, Russisch und Spanisch zu lernen.
Seit 16 Jahren führen wir die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium in Solleftea in Schweden.
Der Schüleraustausch dient der Knüpfung neuer Bekanntschaften, Freundschaften und auch beiderseitigem
Erkennen der Kultur, Tradition und Geschichte unserer Länder.
Dabei entstanden auch Ideen für die Zusammenarbeit mit anderen Ländern: der Ukraine
(das Gymnasium in Odessa) und Italien (das Gymnasium in Bitetto). Für die Lehrer unserer Schule
ist auch der Austausch mit den französischen Lehrern sehr wichtig. Seit 2 Jahren besuchen wir
uns gegenseitig und nähern uns vor allem Kultur und Fremdsprachen. Vor einigen Jahren hat uns auch
eine Gruppe von Polen aus Argentinien besucht.
Das Leben der Schule
Im Gymnasium ist immer viel los. Die große Schulaula dient nicht nur den Schülern, sondern auch den
Einwohnern von Józefów. Verschiedene Veranstaltungen finden hier statt: Vortragswettbewerbe,
Kunstausstellungen, Treffen mit Bücherautoren, Jubiläen für Ehepaare, Schulungen für Lehrer,
Vorstellungen des Schultheaters.
Eine sehr interessante Veranstaltung ist das Schulfest, das meistens im Juni stattfindet und jedes
Jahr immer mehr Einwohner aus Józefów anzieht.
Die Sport- und Schwimmhalle dient am Vormittag den Schülern und am Nachmittag den Einwohnern.
Hier kann sich die Jugend sportlich entwickeln und ihre Freizeit verbringen.
Wir laden herzlich zu uns ein!
Einige subjektive Impressionen
Das polnische Gymnasium unterscheidet sich vom deutschen dadurch, dass hier nur drei Jahrgänge
(nach unserer Zählung Klasse 7 bis 9) lernen. Die anschließende zum Abitur führende Einrichtung ist
das Lyzeum.
Das Schulgebäude weist außen und innen eine sehr moderne, ansprechende und zweckmäßige
Architektur auf. Von manchem können wir bei uns nur träumen, als Beispiel seien nur die
Sportanlagen und – der Knüller – die eigene Schwimmhalle genannt. Auch die Bibliothek und die
Aula fanden wir sehr imposant. Weiterhin fiel uns auf, dass es sehr viel technisches Personal gibt,
vom Pförtner(!) bis hin zu den Reinigungskräften, welche nach jeder Pause durch die Gänge wuseln –
entsprechend sauber und ordentlich sieht es auch aus! Dazu trägt sicher auch bei, dass die
Straßenschuhe im Schließfach (welches jeder Schüler hat) bleiben.
Der Schulbetrieb ähnelt ansonsten dem unseren – und polnische Schüler unterscheiden sich in
ihrem Verhalten auch kaum von den deutschen.
Für das Lehrerkollegium – welches überwiegend aus Lehrerinnen besteht – gibt es nur ein
(gemessen an der Zahl der Kollegen eher kleines) Lehrerzimmer – immerhin mit Getränkeautomat.
Vorbereitungszimmer existieren auch, diese sind aber nur zur Aufbewahrung von Lehrmitteln geeignet.
© 2004-2010 Marie-Curie-Gymnasium Dresden